Alonso sieht McLaren als größte Gefahr: Weltmeister glaubt Michelin-Pneus im Vorteil
- Für Spanier ist Räikkönen der WM-Hauptkonkurrent
- Nürburgring: Schumachers Zukunft weiter ungeklärt
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Formel 1-Weltmeister Fernando Alonso hat McLaren-Pilot Kimi Räikkönen vor dem Grand Prix von Europa am Sonntag auf dem Nürburgring als Hauptkonkurrenten ausgemacht. Der spanische Renault-Pilot verwies im Vergleich mit Ferrari und dem Deutschen Michael Schumacher auf die konstant gute Performance der Michelin-Reifen. Die Zukunft Schumachers wird sich auch beim Heimrennen am Wochenende noch nicht entscheiden.
"Es gibt am Nürburgring keine Entscheidung. Diese fällt Mitte des Jahres", sagte Schumacher-Manager Willi Weber am Mittwoch. Der Vertrag des 37-jährigen Formel 1-Rekordweltmeisters bei Ferrari läuft mit Saisonende aus. Vieles deutet aber darauf hin, dass Schumacher den Italienern die Treue hält. Laut Weber steht ein Wechsel zu einem Konkurrenzteam für seinen Schützling "zu 99,9 Prozent" außer Frage.
Die Ferrari-Führung um Fiat-Präsident Luca di Montezemolo will den Deutschen in seiner Entscheidung weiterhin "nicht unter Druck setzen". Denn Schumacher soll seinen Kopf frei haben, um nach seinem Sieg-Comeback in Imola auf dem Nürburgring einen weiteren Triumph nachzulegen. "Wir glauben, dass wir absolut konkurrenzfähig sein werden", meinte der siebenfache Weltmeister, der bereits viermal in der Eifel gewonnen hat.
Das hätte auch Räikkönen in den vergangenen drei Saisonen tun können. 2003 und 2004 war dem Finnen jeweils der Motor ausgefallen, im Vorjahr brach nach einem Reifenschaden die Radaufhängung am in Führung liegenden McLaren-Mercedes. "Ich hoffe heuer auf ein weniger dramatisches Rennen", sagte Räikkönen. Doch ausgerechnet beim Heimrennen will Mercedes - in der Konstrukteurswertung 18 Punkte hinter WM-Titelverteidiger Renault immerhin noch Zweiter - wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.
Für Alonso täuscht der WM-Stand
WM-Leader Alonso sieht McLaren-Mercedes als den härtesten Konkurrenten. "Ich erwarte einen harten Kampf, denn sie haben die gleichen Reifen wie wir", meinte der Asturier, der im Vergleich zum Ferrari-Lieferanten Bridgestone auf die Stärke der Michelin-Pneus baut. "Die Unterschiede zwischen den Teams sind aber weit geringer als es der WM-Stand vermuten ließe", warnte der Weltmeister, der auf einen neuen Motor zurückgreifen kann.
Neben Schumacher und Mercedes ist der Nürburgring auch für BMW-Sauber und Nick Heidfeld ein Heimrennen. "Mein Vater ist mit meinen beiden Brüdern und mir oft zum Ring gefahren. Im Winter sind wir sogar auf der Nordschleife Schlitten gefahren", erinnerte sich der 28-Jährige, der im Vorjahr in der Eifel seine erste Pole-Position geholt und den Grand Prix auf Platz zwei hinter Alonso beendet hatte.
In der laufenden Saison holten Heidfeld und Teamkollege Jacques Villeneuve (CAN) bis dato jeweils fünf WM-Punkte. "Das bisher Erreichte entspricht dem, was wir erwarten konnten", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen in Bezug auf die Übernahme des Sauber-Rennstalles. "Wir befinden uns in einer Aufbauphase."
(apa)
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