Dienstag, 30. Mai 2006

Westneuguinea kommt nicht zur Ruhe:
Neues Beben versetzt Bevölkerung in Panik

  • Stärke 6,0: Indonesische Provinz Papua erschüttert

Wenige Tage nach dem schweren Erdbeben auf der Hauptinsel Java hat ein neues Beben den östlichsten Teil Indonesiens erschüttert. Die Erdstöße in der Provinz Papua (vormals Irian Jaya) hatten eine Stärke von 6,0 auf der Richterskala, teilte das Geophysische Institut in Jakarta mit. Das US-Bebeninstitut stufte die Stärke auf 5,6 ein. In der Bevölkerung sei kurzzeitig Panik ausgebrochen, doch lagen zunächst keine Berichte über Opfer oder schwerere Schäden vor, hieß es.

Demnach bebte die Erde, das Epizentrum lag 115 Kilometer nordwestlich des Verwaltungsbezirks Wamena. Bei dem Beben der Stärke 6,3 auf der Richterskala in der Region um Yogyakarta waren mehr als 5400 Menschen ums Leben gekommen.

Die Provinz Papua liegt im Westen der Insel Neuguinea, rund 4000 Kilometer nordöstlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Der östliche Inselteil ist der unabhängige Staat Papua-Neuguinea. In Westneuguinea kämpft die christliche Unabhängigkeitsbewegung "Organisasi Papua Merdeka" (OPM) (Bewegung Freies Papua) gegen Indonesien, das 1963 Westneuguinea annektiert hatte.

(apa/red)

30.5.2006 08:11