Sonntag, 7. Mai 2006

Neuer Staatschef für Italien: Zähes Ringen um Präsidentschaftskandidat geht weiter

  • Berlusconi lehnt Prodi-Favorit D'Alema noch immer ab
  • Für Wahlsieger Prodi ist eine schnelle Wahl wichtig

Am Vorabend der Präsidentenwahl haben die beiden politischen Lager in Italien weiter nach einem gemeinsamen Kandidaten für das höchste Staatsamt gesucht. Die Unterhändler beider Seiten kamen am Sonntagabend in den Büros des scheidenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zusammen. Der künftige Regierungschef Romano Prodi und Berlusconi selbst nahmen an der Zusammenkunft nicht teil.

Berlusconi hat erneut die Kandidatur des von Prodi favorisierten ehemaligen Regierungschefs Massimo D'Alema abgelehnt. Für Prodi ist die schnelle Wahl eines Staatsoberhaupts wichtig. Erst nach der Entscheidung kann er von diesem den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Am Montag kommen die Mitglieder beider Parlamentskammern sowie die Vertreter der 20 italienischen Regionen zusammen, um den neuen Staatschef zu wählen. (apa/red)

7.5.2006 23:34