Kritik an Willkür der Behörden im Sudan: Hunderttausende in Darfur in schwerster Not
- Menschenrechtler: Helfer leiden unter den Schikanen
- 650.000 Menschen haben keinen Zugang zu Hilfe
·Darfur: Einladung an UN-Friedenstruppen
Nach Friedensabkommen bleibt Lage gefährlich
·Rebellen doch für Darfur-Friedensplan
Andere Gruppe lehnt US- Vermittlung weiterhin ab
·100 Millionen Euro Soforthilfe für Darfur
200.000 Menschen in den letzten 3 Jahren getötet
·Niedrigster Stand bei Flüchtlingen seit 1981
"Höherer Barrieren" Hauptgrund für Rückgang
Die Lage in der sudanesischen Krisenregion Darfur ist der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zufolge weiter dramatisch. Hunderttausende Menschen litten schwerste Not, teilte die Organisation in einem aktuellen Bericht mit. Die Situation werde verschärft, weil die Arbeit der Hilfsorgnisationen behindert und Hilfskonvois von Rebellen geplündert würden.
Die rund 14.000 vor allem aus dem Sudan stammenden Helfer litten täglich unter Behördenschikanen und willkürlichen Verhaftungen. Mindestens 650.000 Menschen haben demnach keinen oder kaum Zugang zu humanitärer Hilfe, berichtet HRW unter Berufung auf UN-Zahlen.
Human Rigths Watch rief die Kriegsparteien und die internationale Gemeinschaft auf, dafür zu sorgen, dass die Nothilfe zu den Menschen gelange. Außerdem mahnte sie die Geberländer, ihre finanziellen Zusagen einzuhalten. So habe das Welternährungsprogramm (WFP) bisher lediglich etwa ein Drittel der Gelder erhalten, die für die Hilfe in Darfur in diesem Jahr benötigt worden wären.
Die sudanesische Regierung und die größte Rebellengruppe in Darfur haben ein Friedensabkommen geschlossen. Dies soll dem Konflikt ein Ende setzen, in dem vergangenen Jahren Schätzungen zufolge bis zu 300.000 Menschen ums Leben gekommen sind. (apa)
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