Regierungsbildung im Irak: Sunniten beanspruchen Amt des Vizepremiers für sich
- Einer von 4 möglichen Stellvertretern Malikis benannt
- Kabinett soll am nächsten Dienstag fixiert werden
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Die irakischen Sunniten beanspruchen in der künftigen Bagdader Regierung das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Die Irakische Eintracht nominierte den Abgeordneten Salam Zikam Ali al-Jubaie für den Posten, wie ein Sprecher des sunnitischen Parteienbündnisses mitteilte.
Die Ankündigung erfolgte einen Tag nach einem Treffen ranghoher schiitischer und kurdischer Politiker. Anschließend hatte es geheißen, der designierte Regierungschef Nuri (Nouri) al-Maliki werde sein Kabinett demnächst vorstellen.
Die Sunniten waren zu diesem Treffen nicht eingeladen. Die Verkündung ihres Anspruchs auf einen Stellvertreterposten wurde in Bagdad als unmittelbare Reaktion darauf gewertet. Dem künftigen schiitischen Ministerpräsidenten Maliki sollen insgesamt vier Stellvertreter zur Seite gestellt werden.
Sunnitische Politiker erklärten ferner, die Volksgruppe sei am Außenministerium interessiert. Dieses wird zurzeit von dem Kurden Hoshyar Zebari geleitet. Die Sunniten machen jedoch geltend, dass die Kurden mit Jalal Talabani bereits den Präsidenten stellten und deshalb fairerweise nicht noch ein zweites hohes Amt beanspruchen dürften. Zebari wies dies entschieden zurück. Wegen möglicher Streitigkeiten äußerten die Sunniten Zweifel daran, dass die Regierung tatsächlich schon am Dienstag stehen werde. (apa/red)
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