Albtraum auf hoher See: Kreuzfahrtschiff geriet vor der englischen Küste in Flammen
- Besatzungsmitglieder bekamen Feuer unter Kontrolle
- Katastrophe verhindert: Über 700 Menschen an Bord
Im Ärmelkanal hat ein Feuer im Maschinenraum ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 700 Menschen an Bord manövrierunfähig gemacht. Passagiere und Besatzung kamen bei dem Unfall mit dem Schrecken davon. Die 11.000 Tonnen schwere "Calypso" musste in Schlepptau genommen werden und wurde im Laufe des Tages nach Southampton an der Südküste Englands gebracht.
Die meisten Passagiere stammten Angaben der Küstenwache zufolge aus den Niederlanden. Das Schiff des Veranstalters Louis Cruise Lines war auf dem Weg vom englischen Hafen Tilbury nach St Peter Port in Guernsey im Kanal und befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls rund 16 Meilen vor Eastbourne an der Südost-Küste Englands.
Das Feuer war der Küstenwache zufolge im Maschinenraum ausgebrochen und konnte von der Besatzung gelöscht werden, bevor Rettungskräfte mit einem Hubschrauber und Rettungsbooten bei dem Kreuzfahrtschiff ankamen. "Sie haben den Maschinenraum wie es üblich ist mit CO2-Schaum besprüht und das Feuer damit gelöscht", sagte ein Sprecher der Küstenwache in Dover, wo die Rettungsarbeiten koordiniert wurden. Es war unklar, was das Feuer ausgelöst hatte. Angaben des Unternehmens im Internet zufolge wurde die "Calypso" 1968 gebaut. Sie hat in 243 Kabinen Platz für bis zu knapp 600 Passagiere.
Die Küstenwache seilte von ihrem Hubschrauber aus ein Team aus Feuerwehrleuten auf das Schiff ab, um die Konsequenzen des Unfalls abzuschätzen. Die Passagiere konnten dann aber während des Abschleppvorgangs an Bord bleiben.
Im Roten Meer war im Februar eine Fähre nach einem Brand an Bord gesunken. Von den mehr als 1.400 Menschen an Bord konnten lediglich knapp 390 gerettet werden. Das Schiff hatte offenbar durch Löschwasser Schlagseite bekommen und war dann gekentert. Der Besatzung wurden danach schwere Vorwürfe gemacht, fahrlässig gehandelt und unprofessionell auf die Schwierigkeiten reagiert zu haben.
(apa/red)
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