Berlusconi-Vertrauter verurteilt: Sechs Jahre Haft wegen Bestechung von Richtern!
- Amnestie-Regel: Previti muss Strafe nicht verbüßen
- Für 70-Jährigen tritt lediglich Hausarrest in Kraft
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Der frühere italienische Verteidigungsminister Cesare Previti, ein Vertrauter des im April abgewählten Ministerpräsidenten Berlusconi, ist wegen Bestechung von Richtern rechtskräftig verurteilt worden. Das Kassationsgericht in Rom verhängte am Donnerstag gegen Previti eine sechsjährige Haftstrafe, die er wegen einer kürzlich unter Berlusconi beschlossenen Amnestie-Regelung nicht verbüßen muss.
Für den 70-Jährigen tritt lediglich Hausarrest in Kraft. Das Kassationsgericht verringerte eine erstinstanzliche Haftstrafe von sieben auf sechs Jahre. Previti wurde für schuldig befunden, durch Richterbeeinflussung 1993 erreicht zu haben, dass die staatliche Bank IMI an die Familie des Ölmagnaten Nino Rovelli eine Millionen- Entschädigung zahlen musste.
In einer weiteren Affäre, in der es um die Bedingungen des Kaufs der Verlagsgruppe Mondadori durch Berlusconis Fininvest-Konzern ging, wurde Previti indes vor dem Kassationsgericht freigesprochen. Für Berlusconi war in diesem Fall eine Verjährungsfrist überschritten. (apa)
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