"Privatmeinung": Iranisches Militär relativiert Angriffspläne gegen Israel
- Äußerung spiegelt nicht Standpunkt des Militärs wider
- Israel demonstriert trotzdem seinen Widerstandswillen
·Neue UN-Resolution zum Iran-Atomstreit
Teheran will sich weiter keinem Druck beugen
·Bush & Merkel einig
im Atomstreit mit Iran
Konfliktlösung mit diplomatischen Mitteln
·Der IAEO-Bericht zum Iran im Wortlaut
Atombehörde fordert Klarstellung von Teheran
·Chronik des Streits um Atomprogramm
IAEO, EU und USA seit drei Jahren damit befasst
·London und Paris mit neuer Iran-Resolution
Teheran "Bedrohung von Frieden und Sicherheit"
Das Militär im Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge Angriffsdrohungen gegen Israel relativiert. Die Äußerungen eines ranghohen Kommandanten der iranischen Revolutionsgarden seien dessen persönliche Meinung gewesen und würden nicht den Standpunkt des iranischen Militärs widerspiegeln, sagte Vize-Militärchef Afshar der iranischen Zeitung "Kajhan".
Zuvor hatte Mohammed- Ebrahim Dehkani als Konteradmiral der Garden gesagt, im Falle eines US-Militärschlags gegen iranische Atomanlagen werde der Iran im Gegenzug als erstes Israel angreifen.
Israel will sich verteidigen
Ungeachtet der jüngsten Relativierung der iranischen Kriegsdrohungen sieht sich Israel weiterhin vom Iran bedroht. Der amtierende Ministerpräsident Ehud Olmert sagte am Donnerstag, die "bösen Anführer in Teheran" verfolgten nach wie vor die Vernichtung des jüdischen Staates. Israel sei aber nicht hilflos und werde sich gegen jegliche Bedrohung verteidigen.
Die iranischen Revolutionsgarden umfassen 120.000 Soldaten. Sie sind unabhängig vom normalen Militär und unterstehen direkt dem geistlichen Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei. Die Einheit war 1979 nach der Islamischen Revolution gegründet worden und verfügt über Heer, Luftwaffe und Marine.
Die USA verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Nuklearwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist den Vorwurf zurück und pocht auf ihr Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie. Präsident Mahmoud Ahmadinejad hatte in der Vergangenheit wiederholt gesagt, Israel müsse von der Landkarte ausradiert werden. Zudem leugnete er den Holocaust und bezeichnete den Massenmord an Juden durch die Nationalsozialisten als Märchen.
(apa)
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