Berufung von Ex-Ölmagnat Chodorkowski abgewiesen: Gericht sieht keinerlei Gründe
- Letzte Chance: Berufungsantrag bei Oberstem Gericht
Der frühere Chef des russischen Ölkonzerns Jukos, Michail Chodorkowski, ist mit seiner Berufung gegen seine Verurteilung zu acht Jahren Haft gescheitert. Sein Anwalt Genrich Padwa sagte, das Gericht habe schriftlich mitgeteilt, dass es keine Gründe für eine Wiederaufnahme des Verfahrens gebe. Ein weiterer Berufungsantrag beim obersten Gericht des Landes stehe noch aus.
Ein Sprecher von Chodorkowskis Verteidigern sagte unterdessen, der frühere Jukos-Chef sei aus der Einzelhaft auf die Krankenstation verlegt worden. Gründe nannte er nicht. Der einst reichste Mann Russlands verbüßt eine achtjährige Haftstrafe, nachdem er im Mai vergangenen Jahres wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt worden war. Er verbüßt seine Straße in einem Gefangenenlager in Sibirien.
Kritiker werteten den Prozess als Versuch des Kremls, Chodorkowski auf Grund seiner politischen Ambitionen mundtot zu machen.
(apa)
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