Neues Blutvergießen im Irak: Leichen von 48 erschossenen Zivilisten gefunden
- Selbstmordattentäter ermordet 18 Polizei-Anwärter
- Entsendet Innenministerium "Todesschwadronen"?
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durch Bombe getötet
In verschiedenen Vierteln der irakischen Hauptstadt Bagdad sind die Leichen von 48 erschossenen Zivilisten gefunden worden. Die an den Händen gefesselten Mordopfer lagen in Gruppen von bis zu 15 Leichen zusammen und wiesen Folterspuren auf. Bei einem Selbstmordattentat in der Rebellenhochburg Falluja kamen mindestens 18 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Vertreter der sunnitischen Minderheit werfen dem bisher unter schiitischer Kontrolle stehenden Innenministerium unter anderem vor, "Todesschwadronen" auszusenden, um Sunniten zu beseitigen. US-Botschafter Zalmay Khalilzad hatte die konfessionellen Milizen beschuldigt, schon mehr Menschen umgebracht zu haben als die Aufständischen. Seit dem Anschlag auf ein bedeutendes schiitisches Heiligtum im Februar haben sich die Spannungen massiv verschärft.
Polizeianwärter erneut Terror-Ziel
Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in Falluja nach Polizeiangaben mit seinem Sprengstoffgürtel inmitten einer Gruppe von jungen Männern in die Luft, die vor der Hauptwache warteten, um sich für die Aufnahme in den Polizeidienst zu bewerben. Anwärter für den Dienst bei Polizei und Armee gehören zu den bevorzugten Angriffszielen der Aufständischen.
Das irakische Parlament trat zu seiner zweiten Arbeitssitzung seit den Wahlen vom 15. Dezember zusammen. Nur 154 der 275 Abgeordneten erschienen. Auf der Tagesordnung stand die Bildung eines Ausschusses, der Änderungsvorschläge zur Verfassung ausarbeiten soll.
(apa/red)
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