Ohne Nebenwirkung: Forscher entwickelten möglicherweise neuen Alzheimer-Impfstoff
- Allerdings: Bei Tests kam es bereits zu Todesfällen!
Forscher aus Zürich und Boston haben einen neuen Impfstoff gegen die Alzheimerkrankheit entdeckt. Der erfolgreich an Mäusen getestete Impfstoff reduziert das Eiweiß Beta-Amyloid, den wichtigsten Bestandteil der krankhaften Ablagerungen im Alzheimer-Gehirn, wie die Universität Zürich bekannt gab.
Die Forscher zeigten in ihrer Studie, dass der neue Impfstoff, der aus zwei aneinander gereihten Kopien des verkürzten Beta-Amyloid-Eiweißes besteht, die Amyloid-Ablagerungen wirksam reduziert. Sie sind eine der wichtigsten krankhaften Ablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten, wie die Universität Zürich schreibt. Ebenso verbesserten sich die Lern- und Gedächtnisfähigkeiten in Verhaltenstests mit Alzheimer-Mäusen. Diese Verbesserungen wurden erreicht, indem die Impfstoffe wöchentlich auf die Nasenschleimhaut aufgetragen wurden.
Immunreaktion als Ursache
Der neue Impfstoff bildet Antikörper gegen Beta-Amyloid (ASS) ohne eine ASS-spezifische zelluläre Immunreaktion auszulösen. Diese Immunreaktion gegen das körpereigene ASS-Eiweiß war laut den Forschern höchstwahrscheinlich die Ursache der Hirnhautentzündungen, die bei einigen Patienten in der abgebrochenen klinischen Studie des ersten Alzheimer-Impfstoffes auftrat. Es kam sogar zu Todesfällen.
"Dieser neue Impfstoff ist ein viel versprechender Kandidat für eine neue Generation von Impfstoffen ohne Nebenwirkungen gegen die Alzheimerkrankheit", wurde Marcel Maier von der Abteilung psychiatrische Forschung der Universität Zürich in der Mitteilung zitiert. Die Studie wird morgen, Mittwoch im "Journal of Neuroscience" publiziert.
(APA/Red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien15:04
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
