Wegen Trockenheit in GB: Londoner Bürgermeister verzichtet auf Klospülung!
- Livingstone: "Nach Urinieren reine Verschwendung"
- Seit 15 Monaten wird bei Stadtchef Wasser gespart
Der Bürgermeister von London, Ken Livingstone, hat eine eigenwillige Methode gefunden, angesichts der anhaltenden Trockenheit im Vereinigten Königreich Wasser zu sparen: Seit 15 Monaten verzichtet er nach dem Urinieren auf die Klospülung.
Er sehe einfach nicht ein, warum er nachspülen solle, nur weil die Flüssigkeit in der Toilettenschüssel gelb sei, sagte der streitbare 61-Jährige der Zeitung "The Independent" vom Dienstag. Viele Leute hätten falsche Vorstellungen von ihrem Urin: "Als wäre es eine flüssige Form ihrer Exkremente." Livingstone bescheinigte seinem Selbstversuch großen Erfolg: "Wir haben den gesamten Sommer über damit weitergemacht - und hatten nicht eine einzige Schmeißfliege in unserem Badezimmer."
Angesichts der schlimmsten Trockenheit in London seit einem Jahrhundert wetterte der "Rote Ken" über den überflüssigen Wasserverbrauch im Badezimmer: Ein Drittel des Trinkwassers gehe die Toilette hinunter - "wenn wir so weitermachen, hat London bald kein Wasser mehr". Seinen Mitbürgern riet er, es stattdessen den professionellen Gärtnern gleichzutun: "Viele Gärtner pinkeln in einen Eimer und nutzen den Urin als Dünger. Die Pflanzenwurzeln lieben es." (apa/red)
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