Um Präsidentenwahl in Italien: Neuer Streit zwischen Berlusconi und Prodi ausgebrochen
- Linkspolitker wollen Ex-Premier D'Alema durchsetzen
- Heftiger Widerstand dagegen im Berlusconi-Lager
·Berlusconi reichte seinen Rücktritt ein
Weg für Bildung einer Mitte-Links-Regierung frei
·Italien: Erste Erfolge für Romano Prodi
Mitte-Links-Kandidaten Parlaments-Präsidenten
·Berlusconis langer Kampf gegen die Justiz
KLICKEN: Viele Prozesse und keine Schuldsprüche
·Berlusconi: Siegertyp wurde immer nervöser
Mit aggressiver Rhetorik den Bogen überspannt?
Zwischen dem scheidenden italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seinem designierten Nachfolger Romano Prodi ist ein neuer Konflikt ausgebrochen. Es geht um die Mitte Mai anstehende Wahl zum Staatspräsidenten. Wie das italienische Fernsehen am Montag berichtete, wollen die einflussreichen Linksdemokraten im Prodi-Lager ihren Vorsitzenden Massimo D'Alema durchsetzen. Dagegen formiere sich heftiger Widerstand im Berlusconi-Lager.
Die Linke dürfe nicht alle hohen Staatsämter mit ihren eigenen Leuten besetzen, heißt es im Mitte-Rechts-Bündnis Berlusconis. Der frühere Kommunist D'Alema war von 1998 bis 2000 Ministerpräsident. Wie weiter verlautete, schlagen die Rechtsparteien inoffiziell bereits den Sozialdemokraten und Ex-Regierungschef Giuliano Amato als Kompromisskandidat vor.
Die Wahl um den Nachfolger von Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi ist für Mitte Mai geplant. Das Staatsoberhaupt wird in Italien ähnlich wie in Deutschland von beiden Parlamentskammern sowie von weiteren Wahlmännern bestimmt. Der Präsident soll über den politischen Parteien stehen. Zugleich heißt es, Prodi strebe eine rasche Regierungsübernahme an. Er wolle, dass ihn noch der amtierende Staatschef Ciampi mit der Bildung eines Kabinetts beauftragt.
(apa/red)
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