Sonntag, 7. Mai 2006

Entlaufene Zebu-Rinder auf Westautobahn: Seltene Tiere legten gesamten Verkehr lahm

  • Polizei sicherte Verkehr, Stier musste getötet werden

Zwei entlaufene Zebu-Rinder haben sich im Raum Amstetten auf die Westautobahn (A1) verirrt und dadurch den Verkehr lahmgelegt. Die Polizei sicherte die Fahrbahn, ehe sie daran ging, das eine Tier einzufangen. Als der Stier jedoch auf die Gegenfahrbahn sprang, wurde er nach Rücksprache mit der Bezirkshauptmannschaft durch ein Jagdorgan im gesperrten Baustellenbereich mit zwei gezielten Schüssen erlegt.

Laut NÖ Sicherheitsdirektion wurde kurz darauf das zweite Tier auf einem Parkplatz gesichtet, wegen der möglichen Gefährdung wurde der gesamte Verkehr in Richtung Salzburg angehalten. Einem Tierpfleger des Tierparks Haag gelang es, die Kuh mit einem Betäubungsgewehr niederzustrecken.

Die Feuerwehr Amstetten übernahm die Bergung des toten Stiers und der betäubten Kuh, die der Besitzerin in Amstetten zurückgebracht wurde. Der Zwischenfall verlief ohne Schaden an Menschen, Fahrzeugen und staßenbaulichen Einrichtungen.

Bei beiden Tieren handelte es sich um Zwergzebus - mit einer Größe von 90 bis 110cm eine der kleinsten Rinderarten der Welt. Auffällig ist der bei männlichen Zebus besonders ausgeprägte Buckel. Die Rasse zeichnet sich durch Genügsamkeit, Widerstandsfähigkeit, Langlebigkeit und hohe Fruchtbarkeit aus. (apa/red)

7.5.2006 15:54