BZÖ auf der Suche nach Spitzenkandidaten: Scheibner schließt ein Antreten nicht aus!
- Klubchef bedauert Absage der Regierungsmitglieder
- Vizekanzler Gorbach will sich "nicht vordrängen"
Der Klubchef der orange-blauen Parlamentsfraktion, Herbert Scheibner, schließt nicht aus, als Spitzenkandidat für das BZÖ in die Nationalratswahl zu gehen: "Da leider unter den sechs BZÖ-Regierungsmitgliedern niemand in der Lage oder Willens ist, das zu machen, wird die Entscheidung möglicherweise auf mich oder Westenthaler hinauslaufen", erklärt er in einem Interview, schließt aber auch eine "Überraschung" nicht aus.
Wer auch immer die Rolle einnimmt, soll sich jedenfalls nicht mit der zweiten Geige hinter BZÖ-Chef Jörg Haider begnügen müssen, wenn es nach Scheibner geht: "Es richten sich alle Blicke auf die Nummer 1." Der Spitzenkandidat müsse unter anderem bei Ausrichtung und Strategie im Wahlkampf ein Pouvoir zur Mitentscheidung haben, so Scheibner im "Kurier" weiter.
Nicht ausschließen will der Klubobmann, dass es noch zu einer Regierungsumbildung kommt. Wesenthaler soll ja ein Ministerium gefordert haben, wenn er als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen soll. "Aus meiner Sicht sollte eine Regierungsumbildung nicht ausgeschlossen werden", meint Scheibner dazu.
Gorbach will sich nicht vordrängen
Vizekanzler Gorbach will sich zwar nicht endgültig festlegen, dass er nicht Spitzenkandidat wird, sein Interesse scheint aber eher gering. Man habe ja schon seit geraumer Zeit gespürt, dass er sich da nicht vordränge, erklärte der geschäftsführende Bündnis-Obmann auf Anfrage der APA. (apa/red)
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