Mittwoch, 3. Mai 2006

Gefährliches Abenteuer: Österreichischer Weltumsegler von Piraten schwer verletzt

  • Wurde geschlagen und am Bauch angeschossen
  • Venezuela: Bei Operation wurde Niere entfernt

Der oberösterreichische Weltumsegler Claus Gintner ist von Piraten in Venezuela überfallen worden. Fünf Männer attackierten den 63-Jährigen, schossen auf ihn und ließen ihn schwer verletzt am Strand liegen.

Gintner wurde von den Männern überrascht, als er mit dem Beiboot seiner Yacht vom Schnorcheln zurückkam. Sie schlugen zu und schossen auf ihn. Eine Kugel traf den gebürtigen Linzer in den Bauch. Er schaffte es aber noch aufs Boot und flüchtete damit zum Strand. Die Piraten kamen ihm jedoch nach, traktierten ihn weiter und wollten wissen, wo er sein Geld verstecke. Als Gintner erklärte, dass er keines habe, ließen sie ihn schwer verletzt am Strand zurück.

Einheimische fanden den Mann und brachten ihn in ein örtliches Armenkrankenhaus. Dort wurde er operiert, ihm musste auch eine Niere entfernt werden. Mittlerweile ist sein Zustand aber stabil.

Die APA erreichte Gintners Lebensgefährtin, die am Donnerstag zu dem 63-Jährigen nach Venezuela fliegt, am Telefon. Mit Hilfe von bekannten Seglern und einer befreundeten Einheimischen habe man erreicht, dass der Verletzte in eine Privatklinik gebracht werde.

Der Linzer, der in Kefermarkt lebt, war von 1990 bis 1996 etappenweise um die Welt gesegelt. Er sei dabei einige Male überfallen, aber nie so schwer verletzt worden, berichtete seine Lebensgefährtin. (apa)

3.5.2006 14:23