Eigentumswohnungen im Westen teurer - Spitzenreiter ist Tiroler Landeshauptstadt
- immobilien.net: Günstiger Osten, da mehr Neubauten
- Besser als Ruf: Wien ist nicht das teuerste Pflaster
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Wer in Österreich eine Eigentumswohnung kauft, muss im Westen tiefer in die Tasche greifen. Österreichweiter Preis-Spitzenreiter ist laut einer Auswertung von www.immobilien.net für das 1. Quartal Innsbruck mit im Schnitt 2.898 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Salzburg mit 2.863 Euro/m2. Auch Dornbirn bewegt sich über dem Österreich-Schnitt von 2.203 Euro/m2.
Mit ein Grund für die hohen Preise im Westen: Dort überwiegen in erster Linie hochwertige Neubauprojekte. In Innsbruck etwa sind aktuell sieben von zehn angebotenen Eigentumswohnungen nach 2001 erbaut worden, erklärte ERES NETconsulting am Mittwoch in einer Aussendung. Dies lasse das Preisniveau steigen. Ähnlich in Dornbirn: Auch hier dominieren die Neubauten im Angebot.
Günstiger Osten
Weitaus günstiger kommt ein Wohnungskauf im Osten: Am billigsten kaufen kann man derzeit in Eisenstadt, da dort Neubauprojekte spärlich zu finden sind: Acht von zehn Eigentumswohnungen im Angebot sind zwischen 1946 und 1975 errichtet worden. Der m2-Preis für ein Eisenstädter Domizil bewegt sich bei 953 Euro pro m2. Ebenfalls günstig kaufen kann man in Leoben mit im Schnitt 1.006 Euro/m2, St. Pölten mit 1.078 Euro/m2 und Wiener Neustadt mit 1.095 Euro/m2.
Wien ist nicht das teuerste Pflaster
In Wien hingegen findet sich ein ausgewogenes Wohnungsangebot. Rund ein Drittel der angebotenen Eigentumswohnungen wurden nach 2001 errichtet. Der durchschnittliche m2-Preis für ein Wiener Domizil (außerhalb des 1. Bezirks) bewegt sich derzeit bei 2.314 Euro/m2. Damit liegt die Bundeshauptstadt zwar deutlich über dem Österreich-Schnitt, ist aber entgegen der landläufigen Meinung nicht das teuerste Pflaster in punkto Wohnungskauf.
Phänomen Speckgürtel
Das Phänomen des "Speckgürtels" um die Großstädte ist bei Wien besonders deutlich sichtbar: Städte in unmittelbarer Nähe wie etwa Mödling, Baden, Klosterneuburg oder Korneuburg verzeichnen eine wesentlich höhere Zahl an Neubauten im Angebot als z.B. St. Pölten oder Eisenstadt. Dies wirkt sich direkt auf die Anbotspreise aus: Eine Eigentumswohnung in Baden ist derzeit für im Schnitt 1.815 Euro/m2 zu haben, die Preissteigerung seit dem ersten Quartal 2005 beträgt 12 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Mödling (2.081 Euro/m2, +5 Prozent binnen Jahresfrist), Klosterneuburg (2.161 Euro/m2, +7 Prozent) und Korneuburg (1.782 Euro/m2, +14 Prozent).
(apa/red)
