Donnerstag, 27. April 2006

New Yorker Staatsanwalt in Wien: Leitet US-Justiz Strafverfahren vs Bawag-Manager ein?

  • NEWS berichtet über den brisanten Besuch

Während sich das öffentliche Interesse auf die zivilrechtliche Facette der Causa Bawag konzentriert (Gläubiger der Refco fordern von Bawag einen Schadenersatz von 1,3 Mrd. USD), spielt sich im Hintergrund auch ein spannendes strafrechtliches Geschehen ab.

Wie NEWS in seiner jüngsten Ausgabe meldet, war in der Vorwoche der New Yorker District Attorney (Staatsanwalt) David Esseks in Begleitung der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC in Wien, um der österreichischen Justiz die Sicht der amerikanischen Strafbehörden darzulegen.

Aus zahlreichen Unterlagen die der District Attorney dem Wiener Staatsanwälten übergab lassen sich Rückschlüsse auf ein defraudantes Zusammenwirken zwischen damaligen Bawagmanagern und Refcochef Bennett ableiten.

Demnach besteht auch der strafrechtlich relevante Verdacht, dass - die damaligen Bawagverantwortlichen an Bilanzfälschungen von Refco durch "Ultimo"-Kredite mitwirkten
- die Bawag an der Refco (bis 2004) nicht nur zu 10 %, sondern zu 20 % beteiligt war und einen darüber hinausgehenden wirtschaftlichen Einfluss auf Refco hatte
- und der 350 Mio-Eurokredit von Bawag an Refco (Oktober 2005) ein in letzter Sekunde erzwungener Rettungsversuch für Bennett war.

Der District Attorny deutete an, dass gegen in Wien wohnende Personen in New York ein Strafverfahren wegen Mittäterschaft eingeleitet wird.

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

27.4.2006 11:23