Mittwoch, 26. April 2006

Alle neuen Tricks bei der Jagd auf Raser

  • Rasen ist für 40 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle verantwortlich.

Mit welchen High-Tech- Methoden die Polizei inzwischen gegen Schnellfahrer mobil macht.

Wenn Josef Fink und Thomas Munk mit ihrem Dienstfahrzeug auf „Jagd“ gehen, dann sind sie besser ausgestattet als so mancher Geheimagent im Dienste Ihrer Majestät: Die Kamera oberhalb des Rückspiegels ihres 170 PS starken Skodas ist so klein, dass sie nur aus nächster Nähe erkennbar ist. Das Warnschild auf der Hutablage – bei Bedarf kann es elektronisch ausgefahren werden, ebenso wie das Mini-Blaulicht an der Windschutzscheibe. Ergänzt wird das „Equipment“ durch einen winzigen Bildschirm, der gestochen scharfe Aufnahmen der Kamera liefert.
Trotzdem: Die „Jagdobjekte“ der zwei Niederösterreicher sind freilich nicht gefährliche Staatsfeinde – sondern Autofahrer, für die der Begriff „Geschwindigkeitsbeschränkung“ ein Fremdwort ist.

Kampf den Tempobolzern. Josef Fink und Thomas Munk sind nämlich Zivilpolizisten im Auftrag der Verkehrssicherheit, also täglich auf Österreichs Straßen unterwegs, um Tempobolzern das Handwerk zu legen. „Dabei“, resümiert Josef Fink, „erlebt man so allerhand. Den bislang schlimmsten Fall hatte ich vor ein paar Jahren auf der A2 bei Wiener Neustadt. Da raste ein Lenker mit knapp 240 km/h über die Autobahn. Als wir ihn endlich erwischt hatten, konnte ich seine Begründung kaum fassen: Er wolle nur mal kurz testen, wie schnell sein neues Auto fahren könne.“

Kollege Munk ergänzt: „Es ist unglaublich, welch irre Geschichten sich die Leute einfallen lassen, wenn wir sie erwischen. Würden tatsächlich so viele Verwandte im Krankenhaus liegen, die man unbedingt dringend besuchen muss, läge das halbe Land darnieder.“

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26.4.2006 16:56