Laut Minister Bartenstein: Im April "nur" mehr 232.458 Österreicher auf Job-Suche!
- Minus 13.351 - Allerdings 10.000 mehr in Schulungen
- VP-Minister sieht darin "gute Botschaft zum 1. Mai"
·Grüne begehen den "Tag der Arbeitslosen"
Öllinger: Zuviele stecken in "sinnlosen Schulungen"
"Heuer waren im April um über 13.000 Menschen weniger arbeitslos als im April 2005. Die gute Botschaft zum Tag der Arbeit am 1. Mai ist, dass die Zahl der Arbeitslosen deutlich sinkt und die Trendwende am Arbeitsmarkt erreicht ist, weil wir jetzt ein stabiles Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent haben und weil die Ausbildungsmaßnahmen der Bundesregierung mit dem größten Qualifizierungsprogramm in der Zweiten Republik greifen", betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein zu den aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) für April.
Nach offiziellen Zahlen waren im April 232.458 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren um 13.351 Personen oder um 5,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Rechnet man allerdings die 62.050 in Schulung befindlichen Personen zu den offiziellen Zahlen dazu, waren im April 294.507 Personen arbeitslos, das waren 2.690 Betroffene weniger als im April 2005. Die Zahl der Schulungen nahm im April um 10.662 oder um 20,7 Prozent zu.
Arbeitslosenquote gesunken
Die nationale Arbeitslosenquote verbesserte sich nach vorläufigen Zahlen auf 6,7 Prozent gegenüber 7,1 Prozent vor einem Jahr und 7,8 Prozent im März. Die Arbeitslosenrate nach Eurostat betrug nach der vorläufigen Fortschreibung des AMS 4,8 Prozent.
Von der Trendwende am Arbeitsmarkt haben Frauen und Männer profitiert. Die Zahl der jobsuchenden Frauen ging im Jahresvergleich um 5,6 Prozent auf 106.361 Betroffene zurück. Bei den Männern betrug der Rückgang 5,3 Prozent auf 126.097 Arbeitslose. Die Zahl der vorgemerkten inländischen Arbeitskräfte lag um 11.674 oder um 5,8 Prozent unter dem Vorjahreswert, die Zahl der vorgemerkten Ausländer ist um 1.677 oder um 3,8 Prozent zurückgegangen.
Jugendliche besonders positiv betroffen
Besonders erfreulich sei, so Bartenstein, die Entwicklung bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren. Insgesamt waren im April 36.418 Jugendliche arbeitslos, das waren um 9,7 Prozent oder um 3.928 Personen weniger als im Vorjahr.
Die Arbeitslosigkeit ist im Jahresvergleich in allen Bundesländern zurückgegangen, prozentuell am meisten in Salzburg (-16,6 Prozent bzw. absolut -2.361 auf 11.878) und Tirol (-10,6 Prozent / -2.407 auf 20.361). Überdurchschnittlich ist der Rückgang noch im Burgenland (-8,5 Prozent / -592 auf 6.358), in Vorarlberg (-7,3 Prozent / -787 auf 10.008) und in der Steiermark (-5,7 Prozent / -1.859 auf 30.724). In der Reihung geht es weiter mit Oberösterreich (-5,2 Prozent / -1.307 auf 23.790), Niederösterreich (-4,1 Prozent / -1.525 auf 35.834), Kärnten (-2,9 Prozent / -477 auf 16.240) und schließlich Wien (-2,6 Prozent / -2.036 auf 77.265).
(apa/red)
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