Stronach will 10-Millionen-Projekt: Magna-Boss an Einstieg in Güssing interessiert
- Geschäft passt in Bild, das Stronach jüngst skizzierte
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Der Austrokanadier und Magna-Gründer Frank Stronach interessiert sich an einem Einstieg bei einer Anlage im burgenländischen Güssing, die aus Holz Benzin und Diesel erzeugen und die vom Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energien geplant wird. Das Interesse wird von Zentrum-Chef Reinhard Koch ebenso bestätigt wie von Daniel Witzani, dem Magna-Pressesprecher
Ein Einstieg in das Zehn-Millionen-Projekt würde in das Bild passen, das der Austrokanadier Stronach bei der letzten Analystenkonferenz zum Automobilzulieferkonzern skizziert ha, berichter der "Standard"t: Das Unternehmen müsse diversifizieren, erklärte er im März.
Ab Ende Mai dürfte auch eine Entscheidung fallen, was mit den Golfplätzen in Oberwaltersdorf südlich von Wien und bei der Magna-Zentrale in Aurora bei Toronto geschehen wird. Diese gehören derzeit zur MI Development Inc. (MID), der Gesellschaft, die die Immobilien verwaltet, die Magna mit seinen 224 Standorten weltweit besitzt. Der Chef von Magna Entertainment Corp. (MEC), Tom Hodgson, hat bereits von einem Verkauf der Golfplätze gesprochen.
Möglich wäre allerdings auch, dass diese der MEC zugeschlagen werden, in der Kasinos und Pferderenn-Aktivitäten gebündelt sind; so auch der bis dato nicht gewinnende Rennpark Magna Racino in Oberwaltersdorf. Die MEC hat 2005 ihren Verlust von 95,6 auf 105,3 Mio. Dollar (knapp 85 Mio. Euro) ausgeweitet.
Stronach hatte in den Jahren 1998/99, unter dem Druck der Magna-International-Aktionäre sowohl MID als auch MEC vom Zulieferkonzern abgespalten und extra an die Börse gebracht. Gleichzeitig hatte er eine Art Stillhalteabkommen unterzeichnet, in dem er sich verpflichtete, keine Querfinanzierung zu betreiben und über Magna International nicht in Bereiche zu investieren, die mit Automobilzulieferung nichts zu tun haben. Dieses Agreement läuft Ende Mai aus; die Cash-Reserven von Magna International werden mit 1,7 Mrd. Dollar beziffert.
Die Entscheidung, wer in Güssing einsteigen wird, soll bis zum Sommer getroffen werden, sagt Koch. Der dort erzeugte Treibstoff soll wie fossile Produkte auch am Markt verkauft werden. 50 Prozent des Investitionsvolumens stellt das Zentrum für Erneuerbare Energien über Bankfinanzierungen und Förderungen; der Rest kommt von einem Investor. (apa/red)
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