Freitag, 28. April 2006

Post-Börsegang soll Ende Mai/Anfang Juni über Bühne gehen: Zeichnungsbeginn im Mai

  • Bis zu 49 Prozent des Eigenkapitals im Angebot

Die Österreichische Post hat am Freitag ihre Pläne für den Börsegang erstmals konkret genannt. Das bisherige Staats- Unternehmen strebt die Erstnotiz an der Wiener Börse noch Ende Mai, Anfang Juni 2006 an. Die Zeichnungsfrist soll im Mai beginnen, teilte die Post AG mit.

Bis zu 49 Prozent des bestehenden Eigenkapitals soll im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Österreich und über eine Privatplatzierung international angeboten werden. Die Aktien stammen aus dem Bestand der Staatsholding ÖIAG.

Das Emissionskonsortium für den geplanten Börsegang wird von Erste Bank, Goldman Sachs und Raiffeisen Centrobank als Joint Bookrunners und Joint Lead Managers geführt, so die Post AG weiter. Aktien können dann unter anderem in allen Sparkassen, Raiffeisenbanken, der BAWAG P.S.K. und in allen Postfilialen gezeichnet werden.

Die Post AG hat indessen im Vorfeld des Börsegangs eine durchwegs positive Quartalsbilanz vorgelegt. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 53,1 Prozent auf 49 Mio. Euro. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg um 26,8 Prozent auf 69,4 Mio. Euro. Der Umsatz legte um 5,8 Prozent auf 444,3 Mio. Euro zu.

Bisher nicht erkennbar ausgewirkt habe sich die Beseitigung des Briefmonopols für Sendungen zwischen 50 g und 100 g per 1. Jänner 2006. "Dies zeigt, dass die Österreichische Post sehr gut auf den Liberalisierungsschritt vorbereitet war und der erhöhte Wettbewerb unsere Marktposition nicht verändert hat", so Post-Chef Anton Wais.

(apa)

28.4.2006 14:13