Einstimmiger Beschluss im Nationalrat: Österreich bekommt Anti-Doping-Gesetz
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Österreich bekommt ein Anti-Doping-Gesetz. Der Nationalrat hat in Folge des Doping-Skandals von Turin eine entsprechende Vorlage einstimmig beschlossen. Damit wird unter anderem die Bundessport-Förderung an Maßnahmen gegen Doping gekoppelt und für die Sportler die Möglichkeit einer Anhörung vor einer Schiedsinstanz geschaffen.
Weiters wird auch die Grundlage für eine "Unabhängige Dopingkontrolleinrichtung" etabliert, die ebenso wie die Welt-Anti- Doping-Agentur (WADA) jederzeit Kontrollen anordnen wird können. Grundsätzlich ist vorgesehen, dass die Regeln der WADA in österreichisches Recht übernommen werden.
Bei Zuwiderhandeln werden keine Bundes-Sportfördermittel ausgeschüttet bzw. diese von den Verbänden sogar zurückgefordert. Ebenfalls in die Verpflichtung genommen wird das Umfeld des Sportlers. Die Anwendung von Dopingmethoden oder Gendoping durch Betreuungspersonen wird explizit verboten. Die Verbände sind verpflichtet, die Betreuer in Sachen Doping-Prävention entsprechend auszubilden.
Sportstaatssekretär Karl Schweitzer freute sich, dass es mit dem Gesetz gelungen sei, im Interesse des Sports einen Schritt nach vorne zu machen. Eines seiner Ziele ist, auch vermehrt in die Schulen zu gehen, um schon dort Schritte zur Prävention zu setzen. ÖVP- Sportsprecher Peter Haubner wies ebenso wie sein SPÖ-Kollege Peter Wittmann darauf hin, dass der Beschluss des Anti-Doping-Gesetzes Österreichs Chancen bei der Bewerbung für Großereignisse wie die Olympischen Winterspiele 2014 (Kandidat Salzburg) oder die Ski-WM 2011 (Schladming) unterstützen werde. Das Internationale Olympische Komitee wolle, dass es klare rechtliche Bestimmungen für einen sauberen Sport gebe, meinte Haubner.
(apa)
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