Nach Empfehlung von Sicherheitsexperten: Israel ändert Verlauf des Sperrwalls
- Palästinensische Häuser bleiben im Westjordanland
- Umstrittene Anlage wird aber weiter ausgebaut
·Ahmadinejad mit Adolf Hitler verglichen
Israels Premier hält ihn für "üblen Psychopathen"
·Israel: Regierung und
Programm bald fixiert
Programm sieht Rückzug aus Westjordanland vor
·Israel: Olmert will Jerusalem umzäunen
Obwohl palästinensische Siedler dagegen klagten
Die israelische Regierung hat am Sonntag in einigen Bereichen eine Änderung des Verlaufs der umstrittenen Sperranlage im Westjordanland beschlossen. Im umstrittenen Bereich der Siedlerstadt Ariel sollten palästinensische Wohngebiete auf der Seite des Westjordanlands bleiben und nicht zu Israel kommen. Damit folgte die Regierung Empfehlungen von Sicherheitsexperten.
Das Kabinett bekräftigte gleichzeitig den Willen zum Weiterbau der international kritisierten Sperranlage. Ministerpräsident Olmert will im Bereich Jerusalem Lücken in der Mauer mit einem vorläufigen Zaun schließen lassen. Große Teile der geplanten Sperranlage um Jerusalem dürfen gegenwärtig wegen Klagen palästinensischer Anrainer nicht weitergebaut werden. Olmert hat am Sonntag erneut die schnelle Schließung der Lücken gefordert.
Die Umzäunung der Siedlung Ariel ist besonders heftig umstritten, da diese mitten auf palästinensischem Gebiet liegt. Zunächst war geplant, einige der palästinensischen Gegegenden um Ariel auf der israelischen Seite zu belassen, was den Betroffenen bessere Arbeitsmöglichkeiten eröffnet hätte.
Israel hatte vor vier Jahren mit dem Bau der Sperranlage im Westjordanland begonnen. Sie soll Anschläge militanter Palästinenser in Israel verhindern. Palästinenser kritisieren den Bau jedoch als "Landraub", weil die Anlage zu großen Teilen auf Palästinensergebiet verläuft. Insgesamt soll die Anlage, die in verschiedenen Abschnitten aus Zäunen mit Sperrgräben oder als Mauer gebaut ist, etwa 700 Kilometer lang werden.(apa)
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