Samstag, 29. April 2006

Für Einwanderer: Bush klar gegen Version der US-Nationalhymne im Latino-Sound

  • Präsident gegen spanischsprachige Interpretation
  • Bush: "Menschen sollten Englisch lernen"

Die Nationalhymne der USA sollte nach Ansicht von Präsident George W. Bush ausschließlich in Englisch gesungen werden und nicht in Spanisch. Bush stellte sich am Freitag (Ortszeit) klar gegen eine Version der Hymne in spanischer Sprache, die an diesem Tag in den USA Premiere hatte. Mehrere Latino-Popstars hatten die spanischsprachige Interpretation von "The Star-Spangled Banner" vor dem Hintergrund des Streits um die Reform des Einwanderungsrechts aufgenommen. Das offizielle Staatslied im Latino-Rhythmus trägt den Titel "Nuestro Himno" (Unsere Hymne). In den USA halten sich schätzungsweise elf Millionen illegale Einwanderer auf.

"Ich denke, die Menschen, die Bürger dieses Landes werden wollen, sollten Englisch lernen, und sie sollten lernen, die Nationalhymne in Englisch zu singen", erklärte Bush. Der britische Produzent Adam Kidron, von dem die Initiative ausging, erklärte, es gehe nicht darum, Einwanderer davon abzubringen Englisch zu lernen. Die spanischsprachige Version von "The Star-Spangled Banner" solle vielmehr denjenigen, die noch kein Englisch beherrschen, den "Charakter" der Hymne nahe bringen.

An den Aufnahmen beteiligt waren unter anderen die mexikanische Pop-Diva Gloria Trevi, die puertoricanischen Reggaeton-Stars Ivy Queen und Tito El Bambino sowie Voz a Voz, Frank Reyes und Kalimba.

Das Lied "The Star-Spangled Banner" war 1932 vom amerikanischen Kongress zur Nationalhymne erklärt worden.(APA/red)

29.4.2006 14:04