Kopf lag am Tatort: Ägyptische Ermittler identifizierten Dahab-Selbstmordattentäter
- Hatte Sprengstoff unter Ladung Obst versteckt
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Zunehmend Touristen als Ziel von Attentaten
Die ägyptischen Sicherheitsbehörden haben einen der Selbstmordattentäter von Dahab identifiziert. Es handle sich um einen Mann namens Atallah el Swerki aus dem Norden des Sinai, verlautete am Sonntag aus Sicherheitskreisen. Der Kopf des Attentäters wurde am Tatort gefunden, wie die Zeitung "El Ahram" am Sonntag berichtete.
Nach Informationen der Zeitung "El Gumhuria", fuhr Swerki am Tag der Anschläge aus dem Norden der Halbinsel mit einem Pritschenwagen voller Obst nach Dahab. Unter der Ladung sei der Sprengstoff versteckt gewesen. Sein Bruder Ibrahim habe bei dem Transport geholfen. Am Freitag waren zwei Männer festgenommen worden, die die Attentäter zu ihren jeweiligen Zielen in dem Badeort gefahren haben sollen.
Bei der Fahndung nach Hintermännern der Anschläge erschossen ägyptische Sicherheitskräfte am Sonntag in der Früh einen Verdächtigen und nahmen mehrere weitere Verdächtige fest. Die Polizei habe in der Region Jabal el Maghara im Norden des Sinai eine Gruppe Bewaffneter umstellt und sich ein heftiges Gefecht geliefert, das am Vormittag andauerte. Jabal el Maghara grenzt an die Region Scheich Suwayyed, aus der der identifizierte Attentäter stammt.
Nach Angaben der Zeitungen gehörten die Selbstmordattentäter von Dahab derselben Gruppe an wie der Attentäter, der sich zwei Tage nach den Anschlägen von Dahab beim Flughafen El Gora in die Luft sprengte, als ein Fahrzeug mit einem ägyptischen Offizier und zwei Mitgliedern der multinationalen Beobachtertruppe MFO vorbeifuhr. Laut MFO wurde niemand verletzt. Bei den Anschlägen in Dahab waren am Montagabend mindestens 18 Menschen getötet worden, darunter ein zehnjähriger Bub aus Deutschland.
(apa/red)
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