Keine BAWAG-Dividende für '05: Verkaufs-
prozess wird dadurch weiter ersschwert!
- Ausländische Bank als Käufer nicht ausgeschlossen
·ÖGB agierte indirekt als Refco-Kreditgeber
Gewerkschaftsbund war über Stiftung verstrickt
·BAWAG: Wieder massive Geldabflüsse
Bis zu 50 Millionen täglich
von Konten abgezogen
·Bawag-Sparer sorgen
sich um ihr Vermögen
US-Gläubiger wollen eine Milliarde Euro einfordern
·Die unglaublichen Gagen der ÖGB-Bosse
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Nach den Verlustfolgen aus Refco und Karibik ist die Aussicht auf eine Dividende der BAWAG an den ÖGB geschrumpft. Spätestens seit der Milliardenklagsdrohung aus den USA ist auch für den Österreichischen Gewerkschaftsbund klar, dass von der BAWAG für 2005 die Ausschüttung ausbleibt. Und auch der Verkaufsprozess ist erschwert.
"Wir gehen davon aus, dass wir für 2005 keine Dividende von der BAWAG bekommen", sagte ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer Freitag Mittag vor Journalisten. "Natürlich habe damit auch der ÖGB sein eigenes 'Zahlenwerk' anzupassen." Die Bilanz soll rechtzeitig bis Ende Mai vorgelegt werden.
ÖGB-Finanzchef Erich Foglar bestätigte heute, dass vor dem Bankverkauf einige Angelegenheiten - vordringlich die Prozessfragen in den USA - zu lösen sind. "Dass der Verkaufsprozess sich schwieriger gestaltet, ist jedem bewusst und klar", so Foglar. Man versuche allerdings den Prozess so weiterzufahren, "wie er geplant war".
Nicht abgeneigt scheint der ÖGB mittlerweile, die Bank auch an ein ausländisches Institut zumindest teilweise abzugeben. Foglar verwies bei entsprechenden Fragen darauf, dass man mit der Bayerischen Landesbank bereits einmal "über zig Jahren einen Partner aus dem Ausland gehabt habe: Das hat dem Finanzplatz Österreich nicht geschadet". Weiter offen gelassen wurde von den ÖGB-Spitzen, ob die Bank zu 100 Prozent abgegeben wird oder doch Anteile behalten werden.
Vehement bestritten wurde von Foglar, dass angesichts der Finanzsituation der Streikfonds im Wahljahr nicht einsetzbar wäre: "Ich weiß nicht, wie Sie auf den Schluss kommen", meinte Foglar auf eine entsprechende Journalistenfrage. Auch betonte Hundstorfer, dass der ÖGB selbst dann handlungsfähig bleibe, wenn die BAWAG heuer nicht mehr verkauft werden könnte. (apa/red)
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