ÖGB agierte indirekt als Refco-Kreditgeber: Gewerkschaftsbund über Stiftung verstrickt
- Präsident Hundstorfer bestreitet direkte Beteiligung
- Ex-Finanzreferent gründete Stiftung im Alleingang
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Der ÖGB war mit der Refco indirekt verstrickt. Das geht aus Äußerungen von Präsident Rudolf Hundstorfer und Finanzchef Erich Foglar bei der Pressekonferenz Freitag Mittag hervor.
Demnach war eine von der Vermögensverwaltung des ÖGB gegründete Stiftung namens Desana indirekt als Kreditgeber tätig. Dass eine direkte Beteiligung des ÖGB an Refco bestanden hat, wurde von Hundstorfer und Foglar vehement in Abrede gestellt. Man sehe sich als Gläubiger.
Konkret soll das Modell so funktioniert haben: Der damalige ÖGB-Finanzreferent Günter Weninger hat quasi im Alleingang die Desana im Jahr 2002 gegründet. Diese soll dann mit Mitteln von BAWAG und BAWAG-Töchtern Kredite an eine weitere der Desana nahe stehende Gesellschaft namens DF Capital weiter gegeben haben. Die DF Capital wiederum hat Kredite an Refco weitergeleitet, als Gegenleistung wurden ihr zwei Mal 13,7 Prozent Refco-Aktien zur Sicherheit übergeben.
Hundstorfer betonte bei der Pressekonferenz, dass der ÖGB von diesen ganzen Verstrickungen nichts gewusst habe. Es seien auch keine direkten Gelder geflossen. (apa/red)
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