Neue Aufregung um ÖGB: Gewerkschafts- bund angeblich in Refco-Skandal verwickelt
- ÖGB soll Refco über Stiftung finanziert haben
·BAWAG-Hearing in
NY auf Montag vertagt
Sperre des Vermögens damit weiterhin aufrecht
·Bawag-Sparer sorgen
sich um ihr Vermögen
US-Gläubiger wollen eine Milliarde Euro einfordern
·Die unglaublichen Gagen der ÖGB-Bosse
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Die Causa Refco/BAWAG dürfte den Österreichischen Gewerkschaftsbund, dem die Bank noch zu hundert Prozent gehört, tiefer als bisher erwartet in die Bredouille bringen. Der BAWAG-Eigentümer selbst steht nämlich offenbar hinter der liechtensteinischen Stiftung Desana, die Refco laut Darstellungen der US-Anwälte finanziert und so kontrolliert habe.
Das berichtet der "Standard". Konkret geht es um 1,3 Mrd. Dollar (rund eine Mrd. Euro), die am 5. August von Refco in Richtung BAWAG geflossen sind und die die US- Gläubiger nun zurückfordern. Die BAWAG war zwischen 1999 und 2004 mit zehn Prozent an Refco beteiligt.
In den USA werde aber vermutet, dass die BAWAG indirekt, durch Kredite und über diverse Finanzierungsvehikel, höher engagiert war, heißt es im Bericht. Der ÖGB dürfte Refco zu rund 27 Prozent kontrolliert haben.
Denn eines jener Vehikel, über das auch Kredite geflossen sein dürften, sei - neben der Wiener Alinea Privatstiftung, die im Juni 2003 von der Bawag gestiftet wurde - die Desana Stiftung mit Sitz in Liechtenstein. Sie komme in den Aufstellungen der US-Anwälte rund um die BAWAG/Refco-Geldflüsse an prominenter Stelle vor.
Die BAWAG begründe die Zahlung von 1,3 Mrd. Dollar so: Ein Teil des Geldes sei der Verkaufserlös der zehn Refco-Prozent, der Rest seien Kreditrückzahlungen. Auf die Frage, ob (und vor allem auch mit welchem Geld) der ÖGB der Refco via liechtensteinischer Stiftung Geld zur Verfügung gestellt haben könnte, sei am Donnerstag keine Antwort zu bekommen gewsen, heißt es in dem "Standard"-Bericht.
(apa/red)
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