Nach Teilnahme an Milosevic-Beisetzung: Comédie-Française setzt Handke-Stück ab!
- Verwaltungschef kritisiert "Beleidigung der Opfer"
·"Wollte Zeuge an Milosevics Grab sein"
Handke verteidigt Teil- nahme an Beisetzung
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BILDER der Beisetzung des Ex-Präsidenten
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"Lady Macbeth" des Balkans hatte viel Einfluss
·Clan beherrschte Jugoslawien 10 Jahre
Slobodan Milosevic traute
nur der eigenen Familie
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Serbien im Erbe des Ex- Staatschefs verfangen
·Grafik: Leben von Slobodan Milosevic!
Chronologie: Wichtigste Stationen im Leben
Die Comédie-Française hat ein für Anfang 2007 geplantes Stück von Peter Handke vom Spielplan genommen, weil der österreichische Schriftsteller zum Begräbnis des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic eine Rede gehalten hat. Handkes Stück "Voyage au pays sonore ou l'art de la question" ("Das Spiel vom Fragen oder Die Reise ins sonore Land") sollte im Jänner und Februar 2007 aufgeführt werden.
"Peter Handkes Anwesenheit bei Milosevics Beerdigung ist eine Beleidigung der Opfer", sagte der Verwaltungschef des Theaters, Marcel Bozonnet, der Zeitung "Le Monde" zur Begründung. "Selbst, wenn Handkes Stück kein Propagandawerk ist, so verschafft es dem Autor öffentliche Aufmerksamkeit. Ich hatte keine Lust, ihm diese zu geben."
Handke wirft dem Den Haager UN-Kriegsverbrechertribunal vor, es habe Milosevic im Gefängnis sterben lassen. Zum Begräbnis des einstigen Machthabers am 18. März war der 63-Jährige nach Belgrad gereist, um "ein Gegengewicht" zur Sprache der Westmedien zu erzeugen, die Milosevics feindlich gesonnen seien. (apa/red)
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