GRUPPE G: Südkorea - Asiatisches Land konnte Sensation von '02 nicht wiederholen
- Für Sensationsteam von 2002 kam Vorrunden-Out
Südkorea konnte bei der WM in Deutschland nicht so überzeugen, wie noch vor vier Jahren im eigenen Land. Im Auftaktspiel gegen Togo erfüllte man mit einem 2:1-Sieg noch das Pflichtprogramm für den Aufstieg ins Achtelfinale. Gegen Frankreich erkämpften Park & Co. ein 1:1-Remis, womit die Chancen auf den Aufstieg vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz intakt waren. Doch eben dort setzte es eine 0:2-Niederlage, was mit vier Punkten aus drei Spielen den Abschied bedeutete.
Eine Mischung aus Optimismus und hohem Erwartungsdruck begleitet das Nationalteam Südkoreas zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Vier Jahre nach dem sensationellen Semifinal-Einzug bei der gemeinsam mit Japan veranstalteten Heim-WM, als die Südkoreaner unter ihrem damaligen Teamchef Guus Hiddink von einer Welle nationaler Begeisterung getragen erst in der Runde der letzten Vier an Deutschland scheiterten, erwarteten sich jedoch nicht einmal die kühnsten Optimisten eine Wiederholung dieses Husarenstücks.
Seit Sommer 2002 ist in der Korea Football Association (KFA), mit der siebenten WM-Teilnahme der erfolgreichste Verband Asiens, einiges passiert. Nationalheld Hiddink verabschiedete sich in seine Heimat zum PSV Eindhoven und führte Australien im vergangenen Herbst in seinem "Nebenjob" als Teamchef zur ersten WM seit 1974. Der lange Schatten des Niederländers wurde seinen Nachfolgern Humberto Coelho aus Portugal und Landsmann Jo Bonfrere zum Verhängnis.
Zweiter Niederländer als Coach
Im zweiten Quali-Spiel zur WM 2006 kostete ein 0:0 auf den Malediven Coelho den Job. Bonfrere schaffte zwar vorzeitig die Qualifikation, nach dem 0:1 zum Abschluss gegen Gruppensieger Saudi-Arabien trat er auf Grund der heftigen Kritik an der Spielweise jedoch zurück. Mit Dick Advocaat, der im September 2005 die Nachfolge seines Landsmanns angetreten hatte, hoffte man nun jenen Mann gefunden zu haben, der Südkorea im Vorfeld und während der WM zu alter Stärke führen sollte - wie sich zeigen sollte vergeblich.
(apa/red)
