Gesundheitsexperten für Mittagsschläfchen:
Siesta soll gesund & leistungsfördernd sein
- Erste landesweite Konferenz im Süden Portugals
- Tradition droht in der heutigen Zeit auszusterben
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Die einen sehen darin nur Faulheit, die anderen schwören auf sie: die Siesta. Die Angewohnheit, sich nach dem Mittagessen erst einmal aufs Ohr zu legen, war jetzt auch Gegenstand einer Konferenz in der südportugiesischen Stadt Estremoz. Bei diesem ersten Treffen auf Landesebene zu dem Thema wurde der Mittagsschlaf wissenschaftlich analysiert - und natürlich für gut befunden.
"Die Tradition der Siesta droht in unserer Zeit mit der Globalisierung auszusterben", beklagte ein Gesundheitsexperte. Dabei sei der Mittagsschlaf wichtig für die Gesundheit und wirke sich auch gut auf den Beruf und zwischenmenschliche Beziehungen aus.
Doch Wissenschafter warnen vor zu viel Schlaf. "Eine Stunde Siesta reicht", zitierte die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa den Anthropologen Francisco Ramos. Um den Schlafrhythmus nicht zu stören, dürfe die Siesta nicht zu lang sein. Der Mittagsschlaf hat in Portugal prominente Anhänger: Der Vereinigung der Freunde der Siesta, die vor zwei Jahren gegründet wurde, gehört beispielsweise auch der frühere Präsident Mario Soares an. Die Konferenz in Estremoz begann natürlich erst am späten Nachmittag - nach der Siesta. (APA/red)
