Mittwoch, 5. April 2006

Faszination Eiszeit

  • Eiszeitriesen: Mammuts wogen acht Tonnen und hatten fünf Meter lange Stoßzähne.

,Ice Age‘ – so war es wirklich. Der aktuelle Kinohit im Wissenschafts-Check: Wie Mammut und Co lebten, weshalb Säbelzahntiger keine echten Tiger waren und warum die letzte Eiszeit vor 10.000 Jahren zu Ende gegangen ist.

Es war das gewaltigste Landtier, das jemals auf der Nordhalbkugel existierte. Die mächtigsten Mammutbullen, die schon vor etwa 300.000 Jahren erstmals in Europa in Erscheinung traten und gegen Ende der jüngsten Eiszeit vor 12.000 Jahren endgültig verschwanden, waren bis zu vier Meter hoch, sieben Meter lang und mehr als acht Tonnen schwer. Ihre gewaltigen, ähnlich Korkenziehern spiralig gedrehten Stoßzähne konnten bis zu fünf Meter Länge erreichen. Der Nahrungsbedarf ausgewachsener Tiere betrug einige hundert Kilo Futter pro Tag, weshalb sie weite Wanderungen unternehmen mussten.

Die Riesen der Eiszeit. Dabei waren die Mammuts reine Vegetarier. Die Riesen der Eiszeit ernährten sich von nährstoffreichen Kräutern wie Silberwurz und Hahnenfuß, Gräsern und Zwergsträuchern. „Die Mammutsteppe, die sich in den Kaltzeiten am Rande der Gletscher von Spanien über Mitteleuropa und Sibirien bis Alaska und weit nach Nordamerika erstreckte, war gar keine kahle, meist schneebedeckte Tundrenlandschaft. In Wirklichkeit gedieh dort eine üppige Vegetation, die heute mit der alpinen Almregion oberhalb der Baumgrenze vergleichbar ist“, räumt die Paläontologin Ursula Göhlich vom Naturhistorischen Museum Wien mit falschen Vorstellungen auf.

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5.4.2006 17:26