Justizbombe geplatzt: Brasilien liefert Milliarden-Betrüger Werner Rydl nicht aus
- NEWS: Auslieferungsgericht fordert "Gegengeschäft"
- Österreich müsste in Zukunft Österreicher ausliefern
Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass "Steuergenie" Werner Rydl, dem vorgeworfen wird, die heimische Finanz um 116 Millionen Euro (1,6 Milliarden Schilling) an Umsatzsteuer erleichtert zu haben, von Brasilien nicht nach Österreich ausgeliefert wird.
Das zuständige brasilianische Auslieferungsgericht hat vorige Woche eine dementsprechende Entscheidung ausgefertigt. Darin wurde beschlossen, dass Österreich vor einer allfälligen Auslieferung Rydls definitiv und rechtswirksam erklären müsse, dass es zukünftig auch eingebürgerte Österreicher nach Brasilien ausliefert.
Der Hintergrund: Rydl, der seit exakt einem Jahr in brasilianischer Auslieferungshaft einsitzt, ist bereits seit 21. August 1995 brasilianischer Staatsbürger. Vor diesem Hintergrund hat Justizministerin Karin Gastinger ihrem brasilianischen Amtskollegen Marcia Thomaz Bastoz bereits am 20. April 2004 mitgeteilt, dass Österreich "in gleich gelagerten Fällen bereit und in der Lage" wäre, "ein Auslieferungsersuchen Brasiliens in gleicher Weise zu behandeln."
Rydls Anwalt Alexander Knotek ist überzeugt, dass Österreich derartiges nie garantieren könne: "Das Auslieferungsverbot eigener Staatsbürger ist verfassungsrechtlich gewährleistet."
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