NÖ-Landeschef Erwin Pröll in NEWS: "Mein Vertrauen in die SPÖ ist stark geschwunden"
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In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS übt Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll massive Kritik an der SPÖ im Zusammenhang mit der ÖGB/Bawag-Affäre. Pröll: "Parteipolitisch könnte es mich freuen. Aber staatspolitisch macht mich das sehr nachdenklich und besorgt."
Und über die Rolle von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer: "Was mich wirklich irritiert: Die Vorgangsweise des möglichen Kanzlerkandidaten Alfred Gusenbauer. Der einerseits sagt, er habe mit Bawag/ÖGB nichts zu tun, anderseits den Sofort-Verkauf verordnet, was ein schwerer wirtschaftlicher Schaden ist. Widersprüche, die eines Staatsmannes unwürdig sind. Man sieht, wie dünn offenbar die finanz- und wirtschaftspolitische Kompetenz auf sozialdemokratischer Ebene ist. Ein unglaubliches Warnsignal im Hinblick auf künftige Besetzungen von Staatspositionen."
Der bislang deklarierte Groß-Koalitionär Pröll über die nächste Regierungsbildung: "Man muss der SPÖ angesichts dieser Skandalreihe jegliche wirtschafts- und finanzpolitische Kompetenz absprechen. Mir tut das, ehrlich gesagt, weh. Mein Vertrauen in die SPÖ ist eher stark geschwunden." Und: "Schwarz-Grün ist eine interessante Facette."
Pröll dann über Gerüchte rascher Neuwahlen: Nein, er sei dagegen und darin auch mit Bundeskanzler Schüssel einig, "ich sage, es soll auf alle Fälle der Herbst 2006 bleiben. Einige wenige Wochen vom Novembertermin auf oder ab ist dabei nicht entscheidend."
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