Silber für Fabienne Nadarajah: Platz zwei über 50-m Delfin bei Kurzbahn-WM in China
- Mit OSV-Rekord zur Medaille. Demal Sechste
- Gold geht an die Schwedin Therese Alshammer
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Die Wienerin Fabienne Nadarajah hat ihre erste Schwimm-WM-Medaille gewonnen und die glänzt gleich in Silber. Die 20-Jährige schlug am Freitag bei den Kurzbahn-Titelkämpfen in Shanghai im Finale des Delfin-Sprints in 25,95 Sekunden 19/100 nach der Schwedin Therese Alshammar an und sorgte damit für das beste Ergebnis einer Österreicherin bei einer WM auf der 25-m-Bahn. Marilies Demal wurde in persönlicher Bestzeit von 26,38 Sechste.
Nadarajah hatte zuletzt dreimal in Folge Kurzbahn-EM-Bronze geholt, nun kletterte sie die erste von zwei Stufen empor. Lächelnd und glücklich beantwortete sie die ersten Journalisten-Fragen: "Ich habe mit Bronze gerechnet, Silber ist ein Wahnsinn. Von dritte Plätzen habe ich fürs Erste ja schon genug gehabt." Besonders freute sie auch ihre Zeit: "Endlich habe ich es geschafft, unter 26 zu bleiben."
Ihre am 11. März bei den Österreichischen Meisterschaften in Wiener Neustadt aufgestellte bisherige Bestleistung unterbot die SV-Schwechat-Athletin damit um 7/100 Sekunden, womit sie in einen elitären Klub einzog. Sie ist erst die fünfte Athltetin mit einer 25er-Marke, den Weltrekord hält Anna-Karin Kammerling mit 25,33. Und ebendiese Schwedin erhielt diesmal von Nadarajah das Nachsehen. "Sie zum ersten Mal zu schlagen, ist gewaltig", betonte die Vizeweltmeisterin.
Das OSV-Ass - in Vorlauf und Semifinale jeweils Schnellste - hatte einen guten Start und sogar eine schnellere Reaktionszeit als die beiden Skandinavierinnen, war von Anfang weg an der Spitze dabei. "Ich bin mein eigenes Rennen geschwommen, habe nicht links und nicht rechts geschaut, sondern einfach nur durchgezogen. Auch die Wende ist mir geglückt, die war okay."
Auf der Kommandobrücke neben dem nach dem Anschlag jubelnden Trainer Robert Michlmayr freuten sich Markus Rogan und Birgit Koschischek mit. Rogan hatte seine beiden Teamkolleginnen während des Einmarschs in die Halle sowie der Vorstellung kräftig angefeuert. Und das zahlte sich auch bei Demal aus. Die Ex-Jugend-Europameisterin ließ außer den Top Drei nur noch Inge Dekker (26,29) und Hinkelien Schreuder (beide NED/26,32) ziehen.
In 26,38 wurde sie mit der 29-jährigen US-Amerikanerin Rachel Komisarz ex aequo Sechste und verbesserte ihre am Vortag im Semifinale fixierte persönliche Bestmarke um 5/100 Sekunden. Damit rangiert die Wienerin in der ewigen Bestenliste bereits unter den Top 25. Speziell für ihre erst 16 Jahre ist das eine absolute Weltklassemarke. Auch wenn Demal an diesem Abend ein bisschen in Nadarajahs Schatten stand, sie durfte zufrieden sein.
50 m Delfin - Finale:
1. Therese Alshammer (SWE) 25,76 Sekunden
2. Fabienne Nadarajah (AUT) 25,95 (ÖR)
3. Anna-Karin Kammerling (SWE) 26,07
Weiter: 6. Marilies Demal (AUT) 26,38 (PB)
(apa/red)
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