Quo vadis Rapid? Sportliche Talfahrt des Rekordmeisters setzt sich unaufhaltsam fort
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- MITREDEN: Droht jetzt Absturz wie in Matthäus-Ära?
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wirft Rapid aus Bewerb
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Salzburg von Mattersburg
od. Pasching zu stoppen?
Die Talfahrt des noch amtierenden Fußball-Meisters Rapid setzt sich unaufhaltsam fort. Nach sechs sieglosen Spielen in der Meisterschaft endete für die Hütteldorfer auch der ÖFB-Cup vorzeitig mit der 0:1-Niederlage im Viertelfinale gegen Mattersburg. Nicht ganz ein Jahr nach dem Gewinn der Meisterschale droht Rapid in der kommenden Saison international nicht vertreten zu sein. Neo-Coach Georg Zellhofer schaffte es bislang nicht, das schwere Erbe von Teamchef Josef Hickersberger erfolgreich anzutreten und weist mit insgesamt fünf Niederlagen in neun Pflichtspielen eine ausgesprochen negative Bilanz auf.
"Das war wahrscheinlich die letzte Chance, international dabei zu sein", meinte der zerknirschte Trainer Georg Zellhofer nach dem Schlusspfiff. In der momentanen Situation werde jeder Fehler sofort bestraft. "Das Tor in der 90. Minute passt da genau dazu."
Nur auf mangelndes Spielglück wollte Zellhofer die aktuelle Krise aber nicht zurückführen. Ärger bereitete dem Trainer unter anderem Gyuri Garics, der sich rund 20 Minuten vor Schluss mit Gelb-Rot wegen Ballwegschießen und Leiberlzupfens vorzeitig verabschiedet hatte und sein Team damit in einer Phase schwächte, in der Zellhofer auf volle Offensive setzen wollte. "Im Fußball muss man auch den Kopf einschalten", riet der Oberösterreicher dem Defensivspieler.
Zellhofer: "Als Trainer habe ich die Verantwortung"
Ansonsten stellte sich Zellhofer aber wieder einmal vor seine Mannschaft. "Einige haben lange nicht gespielt, einige Spieler sind derzeit nicht in Form", betonte der Ex-Pasching-Trainer, für den es nun schön langsam brenzlig werden könnte. "Als Trainer habe ich die Verantwortung. Wir haben bisher nicht die nötigen Punkte gemacht."
Nach dieser bislang verkorksten Frühjahrs-Saison droht der Rekordmeister in ähnliche Tiefen abzusacken wie unter Lothar Matthäus in der Saison 2001/02 (8. Platz). Rapid trennen derzeit nur magere vier Pünktchen vom drittletzten Platz. Dennoch scheint es in Hütteldorf keine Trainerdiskussion zu geben und Präsident Edlinger stärkt Zellhofer weiterhin den Rücken. Wie lange er das noch tun kann, bleibt aber angesichts der aktuellen Situation fraglich.
Muss Rapid wieder bei null beginnen?
Der Rapid-Präsident versicherte bereits, dass selbst der Ausfall von Europacup-Einnahmen für nächste Saison durch die Champions-League-Gelder gedeckt wäre. Dennoch wäre es eine kleine sportliche Katastrophe wenn Grün-Weiß ein Jahr nach der Teilnahme an der Königsklasse international schon wieder weg vom Fenster wäre. Da müsste man quasi wieder bei null beginnen und wie zu Beginn der Ära Hickersberger mit einem Neuaufbau beginnen.
Die Cup-Niederlage am Dienstag in Mattersburg war auf jeden Fall der vorläufige Tiefpunkt in der jüngeren Rapid-Geschichte. Noch dazu, weil mit Helge Payer einer der zuletzt wenigen, konstant agierenden Spieler, den entscheidenden Fehler zum Gegentor beging. Nach der Pleite im Burgenland scheint nun das Selbstvertrauen bei der Zellhofer-Elf endgültig auf dem Nullpunkt angelangt zu sein. Am Samstag empfängt Rapid in der Meisterschaft die ebenfalls nicht gerade in Hochform agierenden Tiroler, gegen die unbedingt drei Punkte geholt werden müssen, um die minimale Chance auf einen UEFA-Cup-Startplatz doch noch zu nützen. (red/apa)
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