Mittwoch, 5. April 2006

Vogelgrippe in Geflügelbetrieb: 10.000
Tiere wurden im deutschen Sachsen getötet

  • Kadaver in Tierkörper-Beseitigungsanlage gebracht

Nach dem ersten Befall eines Geflügelhofes in Deutschland mit dem Vogelgrippevirus H5N1 sind in der Nacht auf Donnerstag mehr als 10.000 Puten und Hühner getötet worden. Die Kadaver wurden von dem sächsischen Zuchtbetrieb in Wermsdorf in eine Tierkörper-Beseitigungsanlage gebracht, sagte Landratssprecherin Margit Gey Donnerstag früh.

Zu Mittag sollte die Tötung der restlichen 6.000 Tiere - vor allem Gänse - durchgeführt werden. Am Vormittag tagte der Krisenstab von Bund und Ländern in Berlin. In Dresden kam der sächsische Krisenstab im Sozialministerium zusammen. Am Nachmittag sollte feststehen, ob es sich um die aggressive Virusvariante "Asia" handelt.

Der gefährliche Virus-Typ H5N1 war am Mittwoch bestätigt worden. Die Proben aus dem Geflügelbetrieb waren im nationalen Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) auf der Insel Riems untersucht worden. Experten des FLI wollen nun analysieren, wie das Virus in den Bestand eingetragen worden ist. Außer Wildvögeln kommen auch Transporte, Stall-Streu oder Futter als Überträger in Frage. (apa/red)

5.4.2006 13:57