Anschlag in der Türkei: Explosion bei
Büro der Regierungspartei in Istanbul
- Zwei Verletzte. Fünf Soldaten bei Gefechten getötet
Auf Büros der türkischen Regierungspartei ist nach Parteiangaben am Mittwoch ein Bombenanschlag verübt worden. Bei der Detonation bei Büros der Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) nahe Istanbul seien zwei Menschen verletzt worden, berichteten ein Parteisprecher und der Fernsehsender NTV übereinstimmend. Der Sprecher nannte als Ursache eine Bombenexplosion.
In der Vorwoche waren bei mutmaßlich von kurdischen Extremisten verübten Anschlägen insgesamt vier Menschen verletzt worden. Die radikalen "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK) haben mit weiteren Anschlägen gedroht.
Unterdessen haben Gefechte mit mutmaßlichen kurdischen Rebellen im Südosten der Türkei fünf Soldaten das Leben gekostet. Die Kämpfe ereigneten sich in den Gabar-Bergen in der Provinz Sirnak, nahe der Grenze zu Syrien und dem Irak, wie der Fernsehsender NTV am Mittwoch berichtete. Zuvor war ein türkischer Polizist den Verletzungen erlegen, die er bei einem Anschlag mutmaßlicher Rebellen der verbotenen Partei PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) erlitten hatte.
Der 33-Jährige stand am Dienstagabend vor einem Polizeirevier in Genc in der Provinz Bingöl Wache, als die Schüsse fielen, wie Gouverneur Vehbi Avuc sagte. Er starb am Mittwoch im Krankenhaus. Die neu entflammten Unruhen zwischen türkischen Sicherheitskräften und kurdischen Aufständischen kosteten in den vergangenen Tagen 15 Menschen das Leben.
(apa)
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