Prozess geht weiter: Saddam Hussein
erschien aber nicht zu Verhandlungstag
- Ex-Diktator überhahm am Vortag Verantwortung
- Anklage wegen Massakers an Schiiten im Jahr 1982
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Von Monarchie über Diktatur zur Demokratie
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Angeklagter mit grauem Anzug & offenem Hemd
Der Prozess gegen den früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein ist am Donnerstag in Bagdad ohne den Hauptangeklagten fortgesetzt worden. Warum der frühere Machthaber nicht zu der Verhandlung kam, war zunächst unklar. Der Mitangeklagte Awad al-Bandar, Ex-Chef des so genannten Revolutionstribunals, erschien allein vor Gericht.
Das Revolutionstribunal hatte die Todesstrafen gegen schiitische Zivilisten in dem Dorf Dujail verhängt. Wegen des Massakers an 148 Schiiten in den 80er Jahren sind neben Saddam Hussein sieben weitere ehemalige Führungskräfte des Baath-Regimes angeklagt.
Am Mittwoch hatte sich Saddam Hussein vor dem Obersten Strafgerichtshof in Bagdad für alle seine Entscheidungen verantwortlich erklärt. "Ich bin voll und ganz verantwortlich für jedes Dokument, das meine Unterschrift trägt", sagte der Ex- Staatschef. Er rechtfertigte seine Unterschrift unter den Todesurteilen mit den damals geltenden Gesetzen. Er sei von der Schuld der Verurteilten überzeugt gewesen.(apa)
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