Wie bei seinem guten Freund Bush: 50 % der Briten für Rücktritt von Premier Blair
- Seine Labour-Partei kann in Umfragen aber zulegen
·Iran-Angriff: Briten beraten über Folgen
Angeblich Geheimtreffen der Militärchefs in London
Eine Serie von politischen Missgeschicken hat den britischen Premierminister Tony Blair bei den Wählern in ein Stimmungstief gebracht. Mehr als die Hälfte wollten, dass der 52-jährige Regierungschef sein Amt vorzeitig abgebe, berichtete die Londoner "Times" unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage.
Demnach sind 34 Prozent der britischen Wähler dafür, dass Blair "jetzt" abdankt. Weitere 13 Prozent wollen, dass er bis Ende dieses Jahres geht, und weitere neun Prozent erklärten, er solle im kommenden Jahr den Hut nehmen.
Hintergrund der Umfrage ist, dass Blair nach Hinweisen auf eine geplante Übergabe des Amtes des Premiers an Schatzkanzler Gordon Brown seit vergangener Woche wieder darauf pocht, seine dritte Amtszeit bis Ende 2008 voll auszuschöpfen. Zuvor hatte Blair eine Abstimmungsniederlage im Parlament nur mit Hilfe der konservativen Opposition vermeiden können. Seine Position wurde zudem durch eine Parteispendenaffäre geschwächt.
Ungeachtet der schlechten Umfragewerte für Blair hat dessen Partei laut "Times" in der Wählergunst wieder leicht zugelegt. Demnach käme Labour jetzt bei Wahlen auf 36 Prozent, während die Tories mit 34 Prozent das vierte Mal in Folge auf die Oppositionsbank müssten. Blair hatte seine Partei im Mai 2005 mit 35,2 Prozent zum dritten Mal an die Macht gebracht - allerdings mit einem empfindlichen Rückgang der Labour-Stimmen um 5,5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2001.
(apa/red)
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