3. Runde der Kosovo-Gespräche in Wien: Verhandlungen ohne konkrete Ergebnisse!
- Unterschiedliche Standpunkte zu Dezentralisierung
Die dritte Runde der Dezentralisierungsgespräche zwischen Belgrad und Pristina im Rahmen der Verhandlungen über den künftigen Status der von der UNO verwalteten südserbischen Provinz Kosovo sind in Wien ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen.
Zwar habe es in einigen Punkten Übereinstimmung gegeben, aber es gebe auch große Differenzen in den Konzepten der beiden Delegationen, erklärte Albert Rohan, Stellvertreter von UNO-Chefverhandler Martti Ahtisaari, bei einer Pressekonferenz. "Beide Seiten beharren auf ihren Standpunkten. Das ist nichts Unerwartetes", sagte Rohan.
Das Konzept der kosovo-albanischen Delegation ziele auf ein System der Dezentralisierung ab, das auf alle Gemeinden im Kosovo angewendet werden soll und das "ethnisch neutral" sei. Hingegen fordere das Belgrader Konzept eine große Autonomie für die Serben im Kosovo. Zudem wolle Belgrad zentralen Institutionen in Pristina nur eine limitierte Rolle zusprechen. In den nächsten Tagen werde die UNOSEK, das UNO-Büro für die Kosovo-Statusgespräche, ein Arbeitspapier mit grundlegenden Prinzipien ausarbeiten, das Pristina und Belgrad zugestellt werden soll, hieß es.
Die nächste Runde der Kosovo-Gespräche soll am 4. Mai in Wien stattfinden. (apa/red)
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