ÖGB verkauft BAWAG doch nicht ganz:
Feilen an "Wunschquote" am Aktienkapital
- Mögliche Sperrminorität hängt aber von Käufer ab
- Kaufinteressenten denken an weniger ÖGB-Anteil
·Bartenstein übt Kritik an Verkauf der BAWAG
Umstände und Zeitpunkt für Minister "kritikwürdig"
·Verkauf der BAWAG schon bis Juli geritzt?
Experten erwarten Zu-schlag noch vor der Wahl
·1.000 Angestellte bei BAWAG-Versammlung
Forderung: "ÖGB soll weiter beteiligt bleiben"
·Causa BAWAG: Ihre MEINUNG SCHREIBEN!
MITREDEN: Was sagen Sie zu Elsner, Flöttl & Co?
·VOTEN: Verzetnitsch vom ÖGB entlassen!
IHRE MEINUNG: War das die richtige Entscheidung?
Weder zum erhofften Verkaufserlös noch zur Wunsch- Quote am Aktienkapital an der Gewerkschaftsbank BAWAG nach der Hereinnahme eines kapitalkräftigen Partners für die Bank gibt es derzeit offizielle Aussagen aus der Gewerkschaft. Einige setzen auf eine Sperrminorität (25 Prozent und eine Aktie). In potenziellen Bieterkreisen werden allerdings eher zehn Prozent als realistische Größe genannt.
Aus Gewerkschaftskreisen war nur so viel zu erfahren, dass die Frage Sperrminorität oder etwas weniger vom künftigen strategischen Partner abhänge. Die BAWAG solle weiter eine "Gewerkschafts-Bank" sein.
Weder die in Gewerkschaftskreisen als Favorit gehandelte Wiener Städtische Versicherung noch die ebenfalls wieder interessierten Volksbanken hätten nach eigenen Angaben etwas dagegen, wenn der ÖGB mit einer kleineren Beteiligung als Aktionär erhalten bliebe, hatten beide Gruppen zuletzt erklärt. Wie viel es sein könnte, wurde aber nicht dargelegt.
In Kürze soll mit der Wahl des Investmentberaters für die Käufersuche der Verkaufsprozess eingeleitet werden. Der ÖGB will "bis zu 100 Prozent" der Aktien seiner bisherigen gewerkschaftseigenen Bank verkaufen.
Finanzminister Grasser hat die jüngsten Spekulationsaffären bei BAWAG und Hypo Alpe Adria Bank als "Rückschlag für den Finanzplatz Österreich" bezeichnet. Die Vorgänge in den beiden Banken, bei denen insgesamt mehr als 1,7 Milliarden Euro "verspielt" worden seien, bezeichnete er als "inakzeptabel".
(apa/red)
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