Trotz Skandal: Hauptversammlung der Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank findet statt
- Am Mittwoch aber keine Präsentation der Bilanz
- Kolportierten Millionenverlust bei Tochter bestritten
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Die für Mittwoch angesetzte Hauptversammlung der Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank findet trotz der jüngsten Turbulenzen um Spekulationsverluste statt. "Die Hauptversammlung wird wie vorgesehen durchgeführt, allerdings natürlich ohne jene Tagesordnungspunkte, die die Bilanz 2005 betreffen", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Kulterer am Dienstag gegenüber der APA. Meldungen über angebliche hohe Spekulationsverluste bei der slowenischen Hypo-Tochter wies Kulterer zurück.
Die "Wiener Zeitung" berichtete in ihrer Dienstag-Ausgabe von Verlusten in der Höhe von drei Mio. Euro in Slowenien durch eine Währungsspekulation mit Schweizer Franken. Kulterer: "Das stimmt so nicht. Tatsache ist, dass im September vergangenen Jahres ein Mitarbeiter unerlaubt spekuliert hat, er ist binnen drei Tagen entlassen worden."
Der durch die Spekulationen entstandene Verlust sei gering gewesen, was auch durch das Ergebnis 2005 belegt werde. "Die Hypo Slowenien hätte laut Finanzplan ein EGT von 5,56 Millionen erwirtschaften sollen, tatsächlich sind es 6,47 Millionen geworden", erklärte Kulterer.
Von der Hauptversammlung erwartet sich der Bankchef "wenig Spektakuläres". Die Einladung dafür wurde am 16. März veröffentlicht. Die abgesetzten ersten drei Tagesordnungspunkte hätten die Vorlage des Jahresabschlusses samt Konzernabschluss, den Beschluss über die Verwendung des Jahresgewinns und die Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2005 umfasst.
Aber auch sonst stehen noch einige durchaus interessante Themen auf dem Programm. So soll ein Beschluss über die Ausgliederung bankfremder Beteiligungen gefasst werden. Das betrifft unter anderem diverse Tourismus- und Bioenergieprojekte, vor allem in Österreich. Ebenfalls vorgesehen ist die Umsetzung des österreichischen Corporate Governance Kodex samt darin enthaltener Bestimmungen über die Leitung und Organisation der Gesellschaft "einschließlich der Grundsätze der Berichterstattung und Transparenz im Unternehmen", wie es in der Einladung heißt.
Der Vorstand will sich in der Hauptversammlung auch eine Ermächtigung für eine Erhöhung des Grundkapitals um maximal 2,532 Mio. Euro auf höchstens 37,795 Mio. Euro geben lassen. Diese würde durch die Ausgabe von bis zu 316.537 neuen Inhaberaktien erfolgen, die Ermächtigung soll für einen Zeitraum von fünf Jahren gelten.
(apa/red)
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