Sattelschlepper fing auf Tauernautobahn Feuer: Vorderräder waren kaum befestigt
- Am linken Rad waren nur mehr zwei Schraubmuttern
- Führerhaus brannte - Fahrer konnte sich retten
Ein mit Styropor beladener Sattelschlepper ist in der Nacht auf Mittwoch auf der Tauernautobahn in Kärnten von der Fahrbahn abgekommen und in Flammen aufgegangen. Es scheint allerdings an ein Wunder zu grenzen, dass das Fahrzeug es überhaupt bis zur Autobahn geschafft hat: Bei den Bergungsarbeiten wurde laut Polizei festgestellt, dass am rechten Vorderrad acht von zehn Schraubmuttern fehlten, die beiden übrigen waren locker. Am linken Vorderrad waren "nur" zwei Muttern abgängig.
Erst Ende März habe eine Fachwerkstätte an den Vorderrädern Arbeiten durchgeführt, und zwar verantwortungsbewusst und korrekt, wie der zuständige Monteur laut Polizei beteuerte. Zur Klärung der Unfallursache wird über Auftrag der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein Sachverständiger beigezogen. Der Gesamtschaden beträgt rund 55.000 Euro, auch die Verkehrsleiteinrichtungen im Bereich der Unfallstelle wurden beschädigt.
Der 42-jährige Lenker war gegen 2.00 Uhr früh auf der A10 Richtung Villach unterwegs, als er nach eigenen Angaben auf Höhe Kamering rechts von der Fahrbahn abkam und im Straßengraben zum Stillstand kam. Das Führerhaus fing unmittelbar darauf Feuer, das Sattelzugfahrzeug brannte vollständig aus. Der 42-Jährige konnte sich durch einen Sprung aus dem Führerhaus in Sicherheit bringen. Er versuchte, den Brand mit zwei Handfeuerlöschern einzudämmen und verletzte sich dabei an der Wirbelsäule, er musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Feuerwehr rückte mit neun Löschfahrzeugen an und konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Sattelanhänger und die Ladung verhindern. (apa/red)
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