Achtung! Gefälschte Medikamente im Web:
Präparate ohne oder mit falschem Wirkstoff
- Vor allem "Lifesytle-Medikamente" sind betroffen
- EU zählt rund 170 gefälschte Arzneien in fünf Jahren

·Tamiflu-Fälschungen in Internet-Apotheken
AGES-Test: Medikamente
sind völlig wirkungslos!
·Vertrauen in Arznei aus Drogerie gering
Auch Web als riskanter Einkaufsort empfunden
·Alko-Wundermittel nur Verkaufstrick
ÖAMTC: 'Gibt kein Mittel, das Abbau beschleunigt'
Die EU-Kommission hat vor gefälschten Arzneimitteln gewarnt, die über mehrere Internetadressen verkauft werden. Das gegen Fettleibigkeit und für die Raucherentwöhnung entwickelte Medikament "Rimonabant" habe noch nicht die Prüfung der EU-Arzneimittelagentur durchlaufen und damit noch keine Zulassung, erläuterte die EU-Kommission in Brüssel.
Das Medikament solle nach Zulassung unter dem Namen "Acomplia" vermarktet werden. Der Fall zeigt nach Ansicht der Behörde, wie sich Kriminelle die Anonymität des Internets zu Nutze machen, um gefälschte, geänderte oder nicht zugelassene Arzneimittel an ahnungslose Kunden zu verkaufen.
Vor allem "Lifestyle-Medikamente" betroffen
Die Kommission verwies auf Erhebungen der Mitgliedstaaten, wonach in den vergangenen fünf Jahren 170 gefälschte Medikamente über illegale Vertriebskanäle angeboten wurden. Häufig sei der Handel über das Internet abgewickelt worden. Auf der Liste dieser Präparate stünden vor allem "Lifestyle-Medikamente", Wachstumshormone zum Muskelaufbau und Schlafmittel.
Kein oder falscher Wirkstoff
Entdeckt worden seien auch nicht genehmigte Kopien und Nachahmungen von zugelassenen Arzneimitteln zur Behandlung von Errektionsproblemen wie beispielsweise "Viagra" und "Cialis" oder Virusinfektionen wie "Tamiflu". Unter den Fälschungen befänden sich Produkte, die keinen oder den falschen Wirkstoff enthielten. (APA/red)
