Freitag, 31. März 2006

Handy-Tool spioniert untreue Männer aus:
Thailänder bieten jetzt Schnüffelsoftware an

  • Rufnummern, SMS & Web-Verbindungen gespeichert
  • Programm ist um 50 Euro über's Internet erhältlich

Für untreue Ehemänner und Kinder, die ihre Eltern belügen, brechen jetzt harte Zeiten an. Eine neue Handy-Software kommt Schwindlern nun auf die Schliche. Ein thailändisches Unternehmen bietet ein Schnüffeltool an, mit dem Mobiltelefone ausspioniert werden können. Gewählte Rufnummern, SMS und Internet-Verbindungen sind via Web abrufbar.

"Flexispy" nennt sich eine neue Software für Mobiltelefone, die alle Aktivitäten auf dem Gerät überwacht. Erhältlich für "Symbian"-Handys und demnächst auch für Blackberry-Geräte wird das Programm als Werkzeug für Eltern vermarktet - aber auch zur Überwachung untreuer Ehepartner, berichtet die Netzeitung.

Nummern, SMS & Co gespeichert
Hersteller ist der Anbieter Vervata aus dem thailändischen Bangkok - er verkauft die Software für rund 50 Dollar über das Internet. Gespeichert werden unter anderem die Rufnummern geführter Telefonate, abgeschickte SMS sowie Internet-Verbindungen, so die Netzeitung. Der Benutzer kann diese Informationen dann auf einer von Vervata angebotenen Website abfragen, zu der nur der Kunde Zugang hat, wie die Firma verspricht.

Trojaner?
Sicherheitsunternehmen wie der finnische Anti-Viren-Spezialist F-Secure stufen die Software allerdings als Trojaner ein - weil der Gerätebesitzer von der Überwachung nichts merkt, berichtet die Netzeitung. Handy-Sicherheitssoftware des Unternehmens soll "Flexispy" daher bald erkennen können. Vervata sieht in "Flexispy" aber nicht anrüchiges: Im Gegensatz zu Viren und Trojanern müsse das Programm explizit von einer Person installiert werden.

Lauschangriff
Der thailändische Hersteller arbeitet bereits an einer neuen Version des Programmes, die auch über das Handy verschickte E-Mails speichern kann. Und dann wäre da noch eine Extrafunktion, die sich Vervata teuer bezahlen lassen will: Die Möglichkeit, das Handy stumm anzurufen, um abzuhören, was der Besitzer des Gerätes gerade spricht, so die Netzeitung. (red)

31.3.2006 15:42