Morak in NEWS: Burgtheater-Ausschreibung
Heute Start - Entscheidung vor dem Sommer
- Kunst-Staatssekretär: "Für Volkstheater-Budget ausschließlich Stadt Wien und ÖGB zuständig"
Die Suche Klaus Bachlers Nachfolge an der Spitze des Burgtheaters beschleunigt sich. Wie Kunst-Staatssekretär Franz Morak in der aktuellen NEWS-Ausgabe mitteilt, wird der begehrte Posten ab heute ausgeschrieben. Der neue Burgtheaterdirektor wird noch vor der parlamentarischen Sommerpause bekanntgegeben. Voraussetzung ist laut Morak Intendanzerfahrung.
Gleichfalls vor dem Sommer wird auch die neue Direktion der Volksoper ernannt sein. Morak: "Ich habe gern Personen, die ihre Führungsfähigkeiten schon bewiesen haben. Die Volksoper hat für mich zentrale Bedeutung, und deshalb wird sie eigenständig bleiben, als eigener Betrieb mit einer autonomen Persönlichkeit an der Spitze. Der entscheidende Auftrag ist, Operette den Menschen nahezubringen. Operette an der Volksoper, das muss ein Wert sein."
Das ultimative Hilfsansuchen von Volkstheaterdirektor Michael Schottenberg weist Morak im NEWS-Gespräch zurück. Der Bund sei in die Errichtung der Volkstheater-Stiftung nicht einbezogen worden: "Vorsitzender des Aufsichtsrates des Volkstheaters ist Herr Weninger, bis vor kurzem noch Finanzchef des ÖGB und Aufsichtsrat der BAWAG, aber in der Stiftung sind auch ein Mitarbeiter der Arbeiterkammer und die Stadt Wien. Ein Beamter des Kulturamts steht als kaufmännischer Direktor ante portas. Wir haben also eine klare Zuordnung zum ÖGB und zur Stadt Wien. Die müssen die Finanzprobleme lösen"
Morak zeigt kein Interesse, jetzt in die Stiftung einzutreten: "Der frühere Staatssekretär Wittmann mit dem früheren Sektionschef Mailath-Pokorny und die Stadt Wien haben sich bei der Konstruktion sicher etwas gedacht. Dabei belassen wir es." Die Frage, ob es ein Szenario gebe, unter dem das Volkstheater gefährdet wäre, beantwortet Morak so: "Da bin ich nicht die richtige Adresse. Ansprechpartner sind die Repräsentanten der Stiftung. Sie bestimmen den Kurs und die finanzielle Gebarung. Von ihnen erwarte ich Lösungen." Morak weiter: "Schottenberg ist ein gestandener Theatermann, seit ich in Wien mit dem Theater zu tun habe. Man muss aber auch die Auslastungszahlen in Betracht ziehen, und die sind so, dass der Direktor gut beraten ist, sich Sorgen zu machen und sich etwas zu überlegen."
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