Hypo Alpe Adria Bank verspekulierte mit Swaps 328 Mio. Euro: Großteil abgeschrieben
- Zur Verlust-Abdeckung: Stille Reserven angezapft
- Grasser "erschüttert" - Haider: "Singuläres" Ereignis"
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Zinsswap eine Wette auf künftige Zinsentwicklung
Die Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank hat 2004 innerhalb von nur 14 Tagen mit Währungsspekulationen 328 Mio. Euro verloren. Dies bestätigte Hypo-Chef Kulterer. Die Verluste brachten der Kärntner Hypo die Sonderprüfer der Finanzmarktaufsicht ins Haus. Landeshauptmann Haider stellte sich demonstrativ vor die Bank, zugleich forderte er eine "scharfe und schonungslose Prüfung".
Finanzminister Grasser zeigte sich "erschüttert", dass es in Banken ein derartiges "Spekulantentum" gibt. Es dürfe und werde in der heimischen Finanzlandschaft "kein Pardon" geben für solche Spekulanten. Haider bemerkte, die verlustreiche Spekulation sei ein "singuläres" Ereignis gewesen, das das Land Kärnten als Haupteigentümer aber ablehne.
Kulterer erklärte, 40 Mio. Euro seien bereits in der Bilanz 2004 abgeschrieben worden, 120 bis 170 Mio. Euro Verlustabschreibungen sollen noch in die Bilanz 2005 kommen. Der Rest sei restrukturiert und auf eine neue Basis gestellt worden, sagte Kulterer.
Die Verluste seien bei Währungsspekulationen in Dollar gegen Schweizer Franken, Euro und Yen eingetreten. Kurz vor den US-Wahlen 2004 sei es zu einer Wechselkursverschiebung des Dollar - er stieg - parallel zu den anderen Währungen gekommen, was nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit gehabt hätte. Zur Abdeckung der eingetretenen Verluste wird die Bank ihre stillen Reserven anzapfen.
(apa)
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