Abgestaubt: Schröder erhält 250.000 Euro
für Aufsichtsratposten bei Gaspipeline
- Ex-Kanzler hat gleich mehrere Wirtschaftsposten
Deutschlands Exbundeskanzler Gerhard Schröder ist zum Aufsichtsratsvorsitzenden des deutsch-russischen Gaskonsortiums NEGP ernannt worden, das eine Pipeline durch die Ostsee bauen wird. Der Aufsichtsratsvorsitz ist mit 250.000 Euro dotiert.
Schröder erklärte in Moskau, er freue sich nicht über die Kritik, der er wegen der Übernahme der neuen Aufgabe ausgesetzt ist, aber er freue sich über den neuen Job. Mit der Kritik könne er leben. Das Milliardengeschäft war kurz vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr unter seiner Kanzlerschaft vereinbart worden. Die Pipeline soll Deutschland ab 2010 mit den russischen Erdgasvorkommen verbinden.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt erhielt Schröder mehrere Posten in der Wirtschaft. Jüngst wurde bekannt, dass der Alt-Kanzler Berater der Investitionsbank Rothschild wird. Bis Oktober will er zudem bei Hoffmann und Campe seine Autobiografie herausbringen. Außerdem lässt sich der ehemalige Regierungschef von der New Yorker Prominentenagentur Harry Walker als Vortragsgast vermitteln. Auch hat Schröder angekündigt, in Berlin als Rechtsanwalt tätig sein zu wollen.
(apa/red)
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